Frankfurter Stadionpläne: Neubau oder Erweiterung?
Eintracht Frankfurt will ein größeres Stadion, in dem künftig bis zu 80.000 Menschen Platz finden sollen. Die Pläne liegen bereits in der Schublade.
Frankfurt/Main (dpa) - Eintracht Frankfurt plant eine deutliche Erhöhung der Zuschauerkapazität in der heimischen Arena. «Es ist das entscheidende Zukunftsprojekt in den nächsten zehn Jahren. Die Frage lautet: Neubau oder Erweiterung», sagte Frankfurts Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Bundesligisten.
Derzeit finden gut 60.000 Fans in der Frankfurter Arena Platz. «Wir haben momentan das acht-erfolgreichste Stadion der Welt im Hinblick auf Veranstaltungen und das Gesamt-Zuschaueraufkommen. Das muss auch unser Anspruch für die Zukunft bleiben», sagte Hellmann.
Ob man die Kapazität auf 70.000, 75.000 oder gar 80.000 steigere, sei eine «Frage der Technik». Das Potenzial habe der Verein «zweifelsfrei», sagte der Vorstandsboss, der zugleich eine höhere Zahl an Stehplätzen versprach.
Erste Pläne liegen schon vor
Nach Ansicht der Eintracht-Führung ist eine Erhöhung der Stadionkapazität alternativlos. «Und wir müssen uns jetzt mit der Frage beschäftigen, wie wird das realisiert. Wenn wir das nicht tun, werden wir 2035, 2036 oder 2037 kein neues Stadion haben», mahnte Hellmann. Die aktuelle Situation des Clubs - sowohl sportlich als auch wirtschaftlich - dürfe bei dieser Entscheidung keine Rolle spielen.
Die ersten Planungen wolle der Verein der Stadt bereits Ende dieses Jahres vorstellen, kündigte Hellmann an. Die Öffentlichkeit soll dann im ersten Quartal 2027 informiert werden. «Danach beginnt die eigentliche Arbeit, denn wir müssen die baulichen, finanziellen und verkehrstechnischen Rahmenbedingungen sicherstellen», sagte der 55-Jährige.