Ehrungen

Friedenspreis geht posthum an Friedensaktivistin

Vivian Silver setzte sich für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern ein. Beim Terrorangriff der Hamas wurde sie getötet. Hessen ehrt die Aktivistin mit einem Friedenspreis

Eine Person hält ein Poster von Vivian Silver (oben M), während medizinisches Personal und Mitarbeiter des Gesundheitswesens an einer Demonstration vor dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK), teilnehmen und ein sofortiges Eingreifen im Fall der am 7. Oktober aus Israel entführten Geiseln fordern. Foto: Kin Cheung/AP/dpa
Eine Person hält ein Poster von Vivian Silver (oben M), während medizinisches Personal und Mitarbeiter des Gesundheitswesens an einer Demonstration vor dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (IKRK), teilnehmen und ein sofortiges Eingreifen im Fall der am 7. Oktober aus Israel entführten Geiseln fordern.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Der Hessische Friedenspreis 2023 wird bei einer Feierstunde am Montag (11.00 Uhr) im Landtag in Wiesbaden erstmals posthum verliehen - und zwar an die kanadisch-israelische Friedensaktivistin Vivian Silver. Die Preisträgerin habe sich mehr als ein halbes Jahrhundert in verschiedenen Organisationen und Projekten mit ganzem Herzen für ein friedliches Zusammenleben von Israelis und Palästinensern eingesetzt, hieß es in der Begründung.

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Silver wurde 1949 im kanadischen Winnipeg geboren. 1968 sei sie erstmals nach Israel gegangen und später mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen dorthin gezogen, hieß es in einer Mitteilung des Landtags. Bei dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 war der Kibbuz, in dem sie lebte, eines der ersten Ziele der Terroristen. Auch Silver wurde getötet. Der Friedenspreis ist mit 25.000 Euro dotiert und soll stellvertretend von einem ihrer Söhne entgegengenommen werden.