Fulda ruft Wassernotstand aus
Der Wasserverbrauch liegt 40 Prozent über dem Normalniveau. RhönEnergie warnt: Die Förderanlagen laufen rund um die Uhr. Doch mehr Wasser gibt es nicht. Was das für die Bürger bedeutet.
Fulda (dpa/lhe) - Die Stadt Fulda und die Gemeinden Eichenzell und Ebersburg haben den Wasserversorgungsnotstand ausgerufen. Die Situation der Trinkwasserversorgung in der Region hat sich nach Angaben von RhönEnergie nämlich weiter verschärft. «Die Situation ist mehr als angespannt», sagte Arnt Meyer, Geschäftsführer der RhönEnergie Gruppe, die für die Wasserversorgung in den drei Kommunen zuständig ist.
Damit gelten ab sofort verbindliche Einschränkungen. Bürger und Betriebe seien dringend aufgefordert, ihren Wasserverbrauch auf das absolut Notwendige zu beschränken, hieß es. Bei Verstößen könnten Bußgelder verhängt werden.
Komplett untersagt sind demnach etwa das Bewässern von Rasen, Blumen und Pflanzen im heimischen Garten oder das Befüllen von Pools und Zisternen. Gleiches gilt für das Waschen von Autos, das Kühlen mit Leitungswasser und Reinigungsarbeiten an Haus und Hof, beispielsweise mit dem Gartenschlauch oder dem Hochdruckreiniger.
Weitere Steigerung der Fördermengen ist nicht möglich
«Die lang anhaltende Trockenheit mit außergewöhnlich geringen Niederschlägen hat dazu geführt, dass die natürlichen Quellen deutlich weniger Wasser abgeben», so Geschäftsführer Meyer. Zudem sänken die Wasserstände in den Tiefbrunnen deutlich. Die Förderanlagen liefen inzwischen rund um die Uhr, aber «eine weitere Steigerung der Fördermengen ist nicht möglich».
Zugleich ist der Wasserverbrauch nach Beobachtung der RhönEnergie stark angestiegen - auf aktuell rund 40 Prozent über dem Normalniveau. «Damit die Wasserversorgung auch weiterhin aufrechterhalten werden kann, ist es jetzt zwingend erforderlich, den Verbrauch deutlich zu reduzieren», erklärte Meyer. Trinkwasser dürfe nicht für Zwecke verwendet werden, die nicht unbedingt notwendig sind.