Mordprozess

Fußfessel-Aus: Ehemann ermordet Rivalen mit über 70 Stichen

Ein Gewalttäter muss eine elektronische Fußfessel tragen, um seine Frau vor ihm zu schützen. Als sie ihm abgenommen wird, fährt er mit einem Messer zu ihrer Wohnung.

In einem Mordprozess im Frankfurter Landgericht ist das Urteil gesprochen worden. Foto: Arne Dedert/dpa
In einem Mordprozess im Frankfurter Landgericht ist das Urteil gesprochen worden.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Ein eifersüchtiger Ehemann hat den neuen Freund seiner Frau mit über 70 Messerstichen getötet - nun hat das Frankfurter Landgericht den 37-Jährigen wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. In wilder Aggression habe er auf den Mann eingestochen, sagte die Vorsitzende Richterin der Schwurgerichtskammer. Es handle sich um einen heimtückischen Mord, zudem habe der Bulgare aus niedrigen Beweggründen getötet. Er habe nicht akzeptiert, dass sich seine Frau von ihm getrennt und einem anderen Mann zugewandt habe.

Verurteilt wurde er zudem wegen der gefährlichen Körperverletzung an seiner Ehefrau. Er hatte zuerst auf sie eingestochen, dann jedoch von ihr abgelassen, um ihren Freund zu attackieren. In den Monaten zuvor hatte er sie zudem unter anderem geschlagen und mit Drohungen in Todesangst versetzt.

Wegen dieser häuslichen Gewalt hatte der Mann eine elektronische Fußfessel tragen müssen, mit der sein Aufenthaltsort überwacht wurde. Seine Frau besaß einen Tracker, der sie warnte, sobald er sich näherte. Ende Juni 2025 wurde ihm die Fußfessel abgenommen. Nur wenige Tage später, am 2. Juli, nahm er aus seiner Wohnung in Friedberg (Wetteraukreis) ein Küchenmesser, fuhr zu seiner Frau und attackierte dort das Paar mit dem Messer. 

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Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.