Fußball-Europa-League

Gala nach Grifo-Traumtor: Freiburg auf Halbfinal-Kurs

Der SC Freiburg zeigt ein ganz starkes Viertelfinal-Hinspiel gegen Celta Vigo. Auch Ex-Coach Christian Streich fiebert mit. Vincenzo Grifo ebnet früh und sehenswert den Weg zum historischen Heimsieg.

Umjubelter Torschütze: Freiburgs Vincenzo Grifo (2.v.r.). Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Umjubelter Torschütze: Freiburgs Vincenzo Grifo (2.v.r.).

Freiburg (dpa) - Auch dank eines Traumtors von Vincenzo Grifo darf der SC Freiburg auf den Halbfinal-Einzug in der Europa League hoffen. Der badische Fußball-Bundesligist gewann sein Viertelfinal-Hinspiel gegen Celta Vigo vor den Augen von Ex-Coach Christian Streich hochverdient mit 3:0 (2:0) und reist nun als klarer Favorit zum Rückspiel nach Spanien am kommenden Donnerstag.

Historischer Abend für den SC

Grifo (10. Minute), Niklas Beste (32.) und Matthias Ginter (78.) trafen für die Freiburger, die in ihrem sechsten internationalen Heimspiel der Saison den sechsten Sieg feierten. Bereits bei der unglücklichen 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern München in der Liga am vergangenen Wochenende hatte das Team von Trainer Julian Schuster stark gespielt, diesmal stimmte auch das Ergebnis.

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Schon vor dem Anpfiff herrschte eine prickelnde Atmosphäre beim ersten Europapokal-Viertelfinale der SC-Historie. Auch der langjährige Freiburger Kulttrainer Streich gehörte bei einem seiner seltenen Stadionbesuche seit dem Abschied vor knapp zwei Jahren zu den 32.600 Zuschauern.

Tolle Atmosphäre bei Freiburgs erstem Europapokal-Viertelfinale. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Tolle Atmosphäre bei Freiburgs erstem Europapokal-Viertelfinale.

Traumstart für forsche Freiburger

Grifo belohnte die Gastgeber früh für ihre starke Anfangsphase - und wie. Freiburgs Rekordtorschütze verarbeitete eine Vorlage des wieder mal extrem auffälligen Johan Manzambi technisch anspruchsvoll und traf mit einem herrlichen Schlenzer von der Strafraumgrenze ins rechte Eck.

Vigo, das vom forschen Beginn der Breisgauer offenbar überrascht worden war, fand erst nach und nach etwas besser ins Spiel, blieb aber fast die komplette erste Hälfte über harmlos. Der wuchtige Ex-Leverkusener Borja Iglesias, vor dem SC-Trainer Schuster explizit gewarnt hatte, konnte sich gegen Freiburgs Innenverteidiger Ginter und Philipp Lienhart nur selten behaupten.

Manzambi an den Pfosten

Nachdem sie zwischenzeitlich einen Gang heruntergeschaltet hatten, drehten die Freiburger nach gut einer halben Stunde wieder auf. Beste traf nach einem feinen Spielzug und Vorarbeit von Igor Matanovic aus kurzer Distanz zum 2:0, zwei Minuten später drosch Manzambi die Kugel an den Pfosten (34.).

Erst kurz vor dem Seitenwechsel wurden die Gäste, die in der Liga-Phase schon mit 1:2 beim VfB Stuttgart verloren hatten, mal kurz gefährlich - zumindest halbwegs. Letztlich war der Winkel für Kapitän Iglesias aber zu spitz (45.).

Ginter legt das wichtige 3:0 nach

Auch im zweiten Durchgang änderte sich das Bild nicht: Freiburg dominierte, der Tabellensechste der spanischen Liga fand offensiv kaum statt. Der wendige Japaner Yuito Suzuki war ein weiterer Aktivposten des SC, der es zunächst allerdings noch verpasste, das dritte Tor nachzulegen.

In der 70. Minute hätte sich das fast gerächt, als Iglesias mal Platz hatte und den Ball über den Kasten der Gastgeber hämmerte. Dann war's doch so weit: Nach einer Ecke traf Ginter per Kopf und stellte auf 3:0 für furiose Freiburger.