Kriminalität

Gebärdendolmetscher wird Betrug in Millionenhöhe vorgeworfen

Ein Mann soll die Krankenkassen betrogen haben - mit Rechnungen für Leistungen, die er nie erbracht hat. Was finden die Ermittler in seiner Wohnung?

Als Beamte die Wohnung des Mannes durchsuchten, fanden sie unter anderem vordatierte Rechnungen und mehrere Arztstempel. (Symbolbild) Foto: Bodo Schackow/dpa
Als Beamte die Wohnung des Mannes durchsuchten, fanden sie unter anderem vordatierte Rechnungen und mehrere Arztstempel. (Symbolbild)

Wiesbaden/Fulda (dpa/lhe) - Um mehr als eine Million Euro soll ein Gebärdendolmetscher die Krankenkassen betrogen haben - mit nachgemachten oder gestohlenen Arztstempeln und gefälschten Dokumenten. Dem 57-Jährigen werde vorgeworfen, seit 2019 Leistungen falsch abgerechnet zu haben, wie die Staatsanwaltschaft Fulda und das Hessische Landeskriminalamt mitteilten. Er habe bei den Krankenkassen Leistungen eingereicht, die er gar nicht erbracht habe. Es geht laut Mitteilung mutmaßlich um knapp 3.500 Rechnungen.

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Die Ermittler durchsuchten am frühen Morgen die Wohnung des Verdächtigen. Dort fanden die Beamten unter anderem vordatierte Rechnungen, diverse Arztstempel sowie mehrere Handys. Außerdem stellten sie Wertgegenstände im Wert von insgesamt 40.000 Euro sicher, darunter Uhren, Kunstdrucke und Goldmünzen.