Finanzen

Gewerbesteuer: Frankfurt macht Plus von 32 Millionen Euro

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Die Stadt Frankfurt hat im Jahr 2022 von gestiegenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer profitiert und das Haushaltsjahr mit einem Plus von rund 32 Millionen Euro abgeschlossen. Ursprünglich war ein Defizit von 228 Millionen Euro erwartet worden, wie der Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff (Grüne) am Freitag in Frankfurt mitteilte. Damit konnte der städtische Jahreshaushalt zum zweiten Mal in Folge mit einem Überschuss abgeschlossen werden.

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«Darin spiegelt sich erneut wider, wie leistungsstark die Frankfurter Wirtschaft aufgestellt ist. Sie bildet trotz der Belastungen durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg eine solide Grundlage für die weitere Entwicklung unserer Stadt», teilte Bergerhoff mit.

Aus Steuern und steuerähnlichen Erträgen nahm die Stadt Frankfurt 3,47 Milliarden Euro ein - rund 380 Millionen Euro mehr als geplant. Dabei wurden vor allem die Gewerbesteuereinnahmen unterschätzt, hier wurden 345 Millionen Euro mehr eingenommen als vorgesehen. «Wir hätten nicht gedacht, dass 2022 so gut läuft», sagte Bergerhoff. Daneben fielen auch die Einnahmen aus Einkommens- und Umsatzsteuer höher aus als von der Stadt veranschlagt.

Dabei gab die Stadt im Jahr 2022 sogar 182 Millionen mehr aus als angestrebt, was unter anderem an der Inflation sowie an höheren Kosten für die Unterbringung von Geflüchteten lag - auch wenn es dafür Zuwendungen vom Land Hessen gibt. Bergerhoff sieht deshalb auch künftig weitere Unsicherheiten für die städtische Finanzsituation.

Der aktuelle Schuldenstand der Stand Frankfurt beträgt rund 2,5 Milliarden Euro. Für den Haushalt 2023 rechnet die Stadt mit einem Minus von rund 50 Millionen Euro.