Gladbach hinten weiter in Not - «Ein bisschen Licht»
Drei von vier Innenverteidigern fehlen Borussia Mönchengladbach im Pokal. Trainer Alexander Blessin muss wieder improvisieren, könnte gegen den Karlsruher SC aber ein Novum in dieser Saison schaffen.
Mönchengladbach (dpa) - Nach zuletzt zehn Ausfällen muss der Bundesliga-Letzte Borussia Mönchengladbach auch im DFB-Pokal mit großer Personalnot umgehen. «Es ist ein bisschen Licht am Horizont zu sehen», sagte Trainer Alexander Blessin vor der Partie gegen den Karlsruher SC an diesem Dienstag (20.45 Uhr/Sky). Immerhin Jens Castrop soll zurückkehren. Innenverteidiger Kevin Diks soll erneut ausfallen, laut «Bild» aus privaten Gründen.
Improvisieren in der Innenverteidigung
Für das Bundesliga-Heimspiel gegen den SC Paderborn am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sollen neben Diks auch Innenverteidiger Ko Itakura und Angreifer Isac Lidberg zurückkehren. Vor allem in der Defensive ist die Personaldecke der Gladbacher dünn. In Diks, Itakura und Jan Leszczynski stehen drei von vier Innenverteidigern nicht zur Verfügung. Cheftrainer Blessin muss wie beim 3:2 beim VfB Stuttgart improvisieren.
Nach der erfolgreich abgewendeten siebten Bundesliga-Niederlage in Serie kann die Borussia gegen Fußball-Zweitligist KSC nun sogar etwas schaffen, was in dieser Saison bislang nicht gelungen ist: zwei Siege in Serie.
Der «schnellste Weg» zu einem Titel
«In Belgien habe ich einen Pokal gewonnen, das war eine schöne Sache. Selbstvertrauen ist das eine - für den Verein ist es natürlich auch wichtig, ein bisschen was dazuzuverdienen», sagte Blessin zum besonderen Reiz des Pokals. Es handle sich um den «schnellsten Weg, einen Titel zu gewinnen». Borussia hat seit 1995 kein Pokal-Endspiel mehr erreicht.
Noch längst nicht geboren war damals Wael Mohya, der beim Coup von Stuttgart mit einem Tor und einem Assist überragte. «Wael hat das nicht alleine gemacht. Ich stelle die Mannschaft in den Vordergrund, das weiß auch Wael. Er ist wahnsinnig geerdet und kann das sehr, sehr gut einordnen», sagte Blessin über den 17 Jahre jungen Offensivspieler. «Gelobt worden ist er jetzt genug. Es gilt, daran weiterzuarbeiten.»