Agrar

Grüne fordern Pachtpreisbremse für Hessens Landwirtschaft

Zahlreiche Bauernhöfe schließen jährlich in Hessen. Wie könnte man dem Trend entgegenwirken? Die Grünen schlagen eine Begrenzung der Pachtpreise und eine Obergrenze für Flächenzukäufe vor.

Die Grünen-Fraktion sieht die regionale Lebensmittelproduktion und Zukunft der ländlichen Räume gefährdet. (Archivbild) Foto: Boris Roessler/dpa
Die Grünen-Fraktion sieht die regionale Lebensmittelproduktion und Zukunft der ländlichen Räume gefährdet. (Archivbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Um die regionale Landwirtschaft in Hessen zu stärken, setzt sich die Grünen-Landtagsfraktion für bezahlbares Ackerland ein. «Alle zwei Tage geht in Hessen ein landwirtschaftlicher Betrieb verloren», mahnte der Grünen-Abgeordnete Hans-Jürgen Müller in Wiesbaden. Das gefährde die regionale Lebensmittelproduktion und die Zukunft der ländlichen Räume. Ein Gesetzentwurf der Grünen-Fraktion sieht unter anderem vor, die Preise für landwirtschaftliche Flächen zu begrenzen und die Rechte ortsansässiger Landwirte zu stärken. 

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Hessen brauche eine Pachtpreisbremse für die Landwirtschaft, sagte Müller. Der Handel mit Ackerland solle zudem transparenter werden. «Landwirtschaftliche Böden dürfen nicht in den Besitz immer weniger, immer größerer Konzerne gelangen.» Laut Gesetzentwurf soll eine Obergrenze für Flächenzukäufe eingeführt werden. Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung (CDU) erteilte dem Vorschlag mit Blick auf zusätzliche Regulierung eine Absage. Eine übermäßige Eigentumskonzentration drohe in Hessen nicht.