Gutachter soll tödlichen Busunfall in Kißlegg aufklären
Nach dem Tod eines Mädchens in Kißlegg sucht die Polizei Antworten: Warum stürzte das Kind, was sah der Busfahrer? Ein Gutachter soll Licht ins Dunkel bringen.
Kißlegg (dpa/lsw) - Nach dem Tod eines sechsjährigen Mädchens bei einem Unfall mit einem Linienbus in Baden-Württemberg erwartet die Polizei frühestens kommende Woche erste Hinweise zu dem Unglück. Es sei ein Gutachter eingeschaltet worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Er solle den Unfallhergang klären. «Es ist unklar, wie das passiert ist.»
Das Kind war nach ersten Erkenntnissen der Ermittler am Mittwochnachmittag auf einem Fahrrad in Kißlegg bei Ravensburg unterwegs. Als der Bus an dem Mädchen vorbeigefahren sei, sei es aus noch ungeklärter Ursache gestürzt und von dem Fahrzeug erfasst worden. Für die Sechsjährige kam demnach jede Hilfe zu spät.
Nach derzeitigem Stand sei kein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, teilte der Sprecher der Polizei weiter mit. Man hoffe, dass der Gutachter kommende Woche erste Informationen über den Unfallhergang liefere. Es dauere, bis Spuren ausgewertet seien. Zeugen zum Hergang hätten sich noch keine gemeldet.
«Es war ein tragisches Ereignis. Es hat die Menschen sehr mitgenommen», sagte der Polizeisprecher. Der 48 Jahre alte Busfahrer erlitt einen Schock. Rettungskräfte brachten ihn ins Krankenhaus. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren den Angaben zufolge keine Fahrgäste in dem Bus. Mitarbeiter der psychosozialen Notfallversorgung kümmerten sich um Angehörige und Zeugen.