Starkregen und Gewitter

Heftiges Unwetter im Rhein-Main-Gebiet

Überschwemmte Straßen, umgekippte Bäume und vollgelaufene Keller. Ein Unwetter zieht über Teile Hessens hinweg. Allein im Main-Kinzig-Kreis gehen über 400 Anrufe bei der Leitstelle ein.

In Teilen Hessen hat ein Unwetter für überflutete Straßen gesorgt (Foto Illustration) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
In Teilen Hessen hat ein Unwetter für überflutete Straßen gesorgt (Foto Illustration)

Hanau/Offenbach (dpa/lhe) - Ein heftiges Unwetter mit Hagel, Starkregen und Sturm hat in Teilen Hessens zu zahlreichen Feuerwehr- und Polizeieinsätzen geführt. Von Verletzten wurde aber nichts bekannt. In Offenbach und Umgebung wurden am Mittwochabend laut Polizei vor allem hoch gedrückte Gullydeckel auf Fahrbahnen gemeldet. In Dietzenbach (Kreis Offenbach) wurde eine S-Bahn-Unterführung aufgrund der Wassermassen zwischenzeitig gesperrt. Allein im Main-Kinzig-Kreis gingen nach Angaben der Kreisverwaltung über 400 Alarmrufe bei der Leitstelle ein. Schwerpunkt war Hanau mit rund 330 Notrufen.

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Auch hier wurden Gullydeckel hoch gedrückt und Bäume stürzten um. Der Polizei wurden außerdem überflutete Fahrbahnen oder umherfliegende Gegenstände gemeldet. Vereinzelt kam es vermutlich aufgrund von Aquaplaning zu Verkehrsunfällen. Laut Polizei wurde niemand verletzt. Auch in Erlensee, Maintal, Rodenbach und Bruchköbel rückten die Feuerwehrleute zu zahlreichen Einsätzen aus. Der Schwerpunkt der Einsätze lag nach Angaben des Main-Kinzig-Kreises auf dem Auspumpen von vollgelaufenen Kellern.

Bitte um Hilfe über den Gartenzaun

«Die 400 Alarmierungen entsprechen bei Weitem nicht der Zahl der tatsächlichen Einsatzorte. Denn wo die Einsatzkräfte auch hingekommen sind, haben sie praktisch über den Gartenzaun gleich das nächste Hilfegesuch entgegengenommen», berichtete Landrat Thorsten Stolz (SPD).

Auf den Autobahnen 45 und 66 räumten Einsatzkräfte im Großraum Hanau zudem fünf umgestürzte Bäume von den Fahrbahnen. Auf der Bundesstraße 43a zwischen Hanau-Hauptbahnhof und Hanau-Wolfgang stand das Wasser zwischenzeitlich auf einer Länge von rund 200 Metern kniehoch auf der Fahrbahn, sodass die Straße in Richtung Fulda gesperrt wurde.

In Hanau liefen viele Keller und auch zwei städtische Parkhäuser voll und wurden kurzfristig geschlossen. Auch das Klinikum der Stadt sei von dem Unwetter betroffen gewesen, der Betrieb laufe inzwischen aber wieder normal, teilte Bürgermeister Maximilian Bieri (SPD) mit. 

Weiterhin mit Regen und Gewitter rechnen 

Die Hessen müssen sich auch weiterhin auf Regen und teils auch auf Gewitter einstellen. Heute könne es zunächst im Norden des Bundeslandes örtlich Schauer und Gewitter geben, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Dabei seien auch Starkregen und starke Böen von bis zu 55 Kilometer pro Stunde möglich. Danach bleibe es jedoch meist trocken. Die Temperaturen liegen demnach bei Höchstwerten von 25 bis 28 Grad. Es gehe ein schwacher Wind. 

Morgen werde es Schauer und teilweise kräftige Gewitter mit Starkregen geben, erklärte der DWD. Dabei könne es am Vormittag auch zu stürmischen Böen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde und Hagel kommen. Das Thermometer zeige maximal 23 bis 26 Grad an. Im Laufe des Samstags bestehe nur ein geringes Schauerrisiko. Die Temperaturen liegen demnach bei Höchstwerten von 19 bis 23 Grad.