Buchmesse

Hessen will auf der Buchmesse «Vielfalt sichtbar machen»

Das Kulturministerium hat ein Stipendium ausgelobt: «Buntstift» soll die Entstehung von queeren Geschichten unterstützen.

Der Minister und sein Lieblings-Kinderbuch «Ronja Räubertochter». Foto: Andreas Arnold/dpa
Der Minister und sein Lieblings-Kinderbuch «Ronja Räubertochter».

Frankfurt/Wiesbaden (dpa/lhe) - Das hessische Kulturministerium setzt sich auf der Frankfurter Buchmesse für Toleranz ein: Der hessische Gemeinschaftsstand steht unter dem Motto «Hessen - Que(e)r gelesen» und will laut Minister Timon Gremmels (SPD) «die Vielfalt in der Literatur und in unserem Land sichtbar machen». 

«Das ist gerade in einer Zeit essenziell, in der in anderen Ländern Bücher über queere Kinder, Rassismus oder Familien, die nicht dem traditionellen Bild entsprechen, aus Schulbibliotheken verschwinden. Es gibt in diesem Land wieder eine starke politische Kraft, die vorgeben will, welche Lebensformen normal sind und welche nicht», hatte Gremmels zu Eröffnung der Messe am Dienstagabend gesagt. 

«Buntstift»-Stipendium

Das Ministerium hat in diesem Jahr ein neues Stipendium für «vielfältige, queere und altersgemäße Geschichten» namens «Buntstift» ausgelobt. «Ziel ist, Bücher für Kinder und Jugendliche zu entwickeln, in denen Verschiedenheit in all ihren Facetten die Themen und Hauptfiguren prägt», hieß es in der Ankündigung. Am Donnerstag wird auf der Messe die erste Stipendiatin vorgestellt.

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