Hessens Hausärzte: Infektwellen weiter spürbar
Nach zwei Infektwellen im Herbst war zuletzt Influenza in Hessens Praxen häufig. Die Ansteckungswellen fallen weiterhin stärker aus als vor der Coronapandemie.
Hattersheim (dpa/lhe) - In Hessens Hausarztpraxen sind Atemwegsinfektionen weiter ein Thema. Bei den meisten betroffenen Patienten kämen allgemeine grippale Beschwerden wie Hals- und Kopfschmerzen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Bronchitis vor, teilte der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Hessen mitteilt.
«Die Behandlung und die Verläufe sind in der Regel unkompliziert», berichtet der Landesvorsitzende Christian Sommerbrodt. Das Infektgeschehen verlaufe in diesem Frühjahr in etwa auf dem Niveau der vergangenen drei Jahre.
Rhino- und Coronaviren im September und Dezember
Nach zwei heftigen Infektwellen im September und Dezember 2025 - damals verursacht vor allem von Rhino- und Coronaviren - habe im Februar die klassische Grippe (Influenza) das Infektgeschehen beherrscht. «Im Vergleich zu der Vor-Coronazeit sind die Wellen aber immer noch stärker ausgeprägt», sagt der Verbandsvorsitzende.
Seit Mitte Februar sei auch wieder ein Anstieg von Infektionen mit Rhinoviren und RS-Viren zu beobachten. Die über Tröpfchen übertragenen Respiratorische Synzytial-Viren (RSV) sind Erreger von Atemwegsinfektionen mit schwereren Krankheitsverläufen. Rhinoviren gelten als hauptverantwortlich für Schnupfen und Erkältungen.