Geschichte

Hunderte Gebeine ruhen in verborgener Klosterkammer

Das Kloster Eberbach hat einen ganz besonderen Raum - die «Knochenkammer». Was es damit auf sich hat und warum man den Raum nicht betreten darf.

Der verborgene Raum wird auch «Knochenkammer» genannt. Foto: Boris Roessler/dpa
Der verborgene Raum wird auch «Knochenkammer» genannt.

Eltville (dpa/lhe) - Der Trauermonat November rückt näher - und damit die Zeit des Gedenkens an Verstorbene. Zu den ungewöhnlicheren Orten in Hessen, die sich dem Thema Tod und Vergänglichkeit widmen, gehört das Kloster Eberbach in Eltville: Oben in der Basilika, verborgen hinter einer alten Tür, liegt die «Knochenkammer», eine Gebeinkammer mit Skelettteilen. 

In Regalen geordnet und aufbewahrt sind Überreste von Toten, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Zur Zahl der Gebeine erklärt Sebastian Macho, Vorstandsmitglied der Stiftung Kloster Eberbach: «Wir reden wohl von mehreren Hundert.» 

Auch die Tür zur «Knochenkammer» ist sehr alt. Foto: Boris Roessler/dpa
Auch die Tür zur «Knochenkammer» ist sehr alt.

Letzte Ruhe für die Toten

Die Knochen sollen alle aus dem Kloster im Rheingau stammen, seien jedoch an unterschiedlichen Orten gefunden worden. Vor vielen Jahren habe das Kloster dann beschlossen, die archäologischen Funde zusammenzutragen und in der Kammer der Basilika unterzubringen. Der Stiftung sei es wichtig gewesen, «diesen Menschen dann auch eine letzte würdige Ruhestätte zu geben», so Macho.

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Für die Öffentlichkeit bleibt der Raum allerdings verschlossen: Der Weg mittels Leiter hinauf sei schlicht zu gefährlich. So bleibt die «Knochenkammer» eines der verborgenen Kapitel des Klosters Eberbach.