Bahn

ICE erstmals mit Passagieren auf der Schwarzwaldbahn

Züge schlängeln sich durch viele Tunnel durch den Schwarzwald. Nun kommt der ICE T mit Neigetechnik dazu. Von der Elbe bis an den Bodensee dauert es rund zehn Stunden - ohne Umsteigen.

Ein ICE steht an einem Bahnhof. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Ein ICE steht an einem Bahnhof.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Premiere auf einer beliebten Touristenstrecke in den Süden: Am Freitag wird erstmals ein regulärer ICE mit Fahrgästen auf der Schwarzwaldbahn von Karlsruhe nach Konstanz fahren. Die Reise wird laut der Deutschen Bahn (DB) um 20.08 Uhr in der Bodensee-Stadt enden.

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Der Hochgeschwindigkeitszug verlässt den Bahnhof Hamburg-Altona auf dem Weg nach Süden bereits um 10.12 Uhr. Der Weg führt unter anderem über Frankfurt/Main und Karlsruhe. Es sei in den Sommermonaten nun möglich, an bestimmten Tagen ohne Umsteigen von der Elbe bis an den Bodensee und zurück zu fahren, sagte eine Bahnsprecherin auf Anfrage.

Auf der Schwarzwaldbahn halte der Neigetechnik ICE T auch in Offenburg, St. Georgen, Villingen, Donaueschingen, Singen und Radolfzell. Schneller als der übliche Regionalexpress mit den roten Doppelstockwagen ist der ICE auf der Gebirgsstrecke nicht, sogar fünf Minuten langsamer. Der weiße Zug müsse in den bestehenden Fahrplan «eingetaktet» werden, hieß es zur Begründung. Die kurvenreiche Strecke mit vielen Tunneln wurde vor 150 Jahren eröffnet.

Auf der Linie mit spektakulären Ausblicken auf Berge und Täler war es in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen gekommen. So mussten Fahrgäste wegen Bauarbeiten in bestimmten Abschnitten auf Busse umsteigen. Bis zum 5. Juni wird der Bahn zufolge im Bereich zwischen Triberg (Schwarzwald-Baar-Kreis) und Hornberg zwar noch gebaut, aber nur nachts.