Justiz

KI soll Staatsanwälten bei Datenflut von Kriminellen helfen

Kinderpornografie und Online-Betrug: Auch Kriminelle nutzen immer mehr das Internet - mit wachsenden Datenmengen. Wie will Hessen die Verbrecherjagd modernisieren?

Im Kampf gegen Kinderpornografie etwa sehen sich Ermittler oft mit immensen Datenmengen konfrontiert. KI soll ihre Arbeit künftig beschleunigen. (Symbolbild) Foto: Nicolas Armer/dpa
Im Kampf gegen Kinderpornografie etwa sehen sich Ermittler oft mit immensen Datenmengen konfrontiert. KI soll ihre Arbeit künftig beschleunigen. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Staatsanwaltschaften schlagen sich mit immer größeren Mengen an digitalen Daten herum - Hessen will ihnen daher mit Künstlicher Intelligenz (KI) helfen. «Ob Organisierte Kriminalität, Kinderpornografie oder Betrug – Kriminelle agieren immer öfter im Internet und nutzen digitale Technologien», teilte Justizminister Christian Heinz (CDU) mit.

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Ermittler müssten riesige Datenmengen erfassen und strukturieren. Ziel sei es, den Staatsanwaltschaften bis zum Ende der voraussichtlich bis 2028 laufenden hessischen Wahlperiode ein KI-Tool für die Strafverfolgung bereitzustellen. 

Bei Massenverfahren mit Online-Betrug und Kinderpornografie, bei komplexen Datenauswertungen sowie bei der Erstellung von Strafbefehlen erscheine das Potenzial für unterstützende KI besonders hoch, ergänzte Minister Heinz. «Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz kann helfen, Straftäter auch in komplexen, datenintensiven Verfahren schneller zur Verantwortung zu ziehen», betonte der CDU-Politiker. Es gehe darum, «den Justizpraktikern alltagstaugliche und rechtskonform einsetzbare Werkzeuge an die Hand zu geben».