Hochschulen

Knapp 100 Promotionen ohne Universität in Hessen

Seit zehn Jahren dürfen auch Hochschulen für Angewandte Wissenschaften - ehemalig Fachhochschulen - den Doktortitel vergeben. Hat sich der hessische Vorstoß bewährt?

Hessen war das erste Bundesland, das Fachhochschulen ein Promotionsrecht zugestand. (Symbolbild) Foto: Andreas Arnold/dpa
Hessen war das erste Bundesland, das Fachhochschulen ein Promotionsrecht zugestand. (Symbolbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Seit zehn Jahren kann man in Hessen nicht nur an Universitäten promovieren, sondern auch an sogenannten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW). Knapp 100 Promotionsverfahren wurden nach Angaben des Wissenschaftsministeriums seither erfolgreich abgeschlossen. 

«Das hessische HAW-Promotionsrecht ist ein Erfolgsmodell», sagte Wissenschaftsminister Timon Gremmels (SPD) bei einer Podiumsdiskussion anlässlich des Jubiläums. Mittlerweile seien viele andere Bundesländer dem hessischen Vorbild gefolgt. 

Hessen war 2016 das erste Bundesland, das den ehemaligen Fachhochschulen (FH) ein eigenes Promotionsrecht verlieh. Schon zuvor war es möglich, nach dem Studium an einer HAW einen Doktortitel zu erwerben - allerdings nur in Zusammenarbeit mit einer Universität. 

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Inzwischen existieren acht Promotionszentren für die Studierenden an hessischen HAW. Einige sind direkt an einer Hochschule - wie zum Beispiel Public Health in Fulda. Andere arbeiten hochschulübergreifend - etwa Soziale Arbeit, eine gemeinsame Einrichtung von Frankfurt, Darmstadt, Fulda und Wiesbaden.