2. Fußball-Bundesliga

KSC-Coach Senft schwärmt von Doppelpacker Broschinski

Bei der Pflichtspielpremiere von KSC-Trainer Maximilian Senft in der 2. Liga ragt Stürmer Broschinski mit zwei Toren heraus. Auch ein Spieler aus dem eigenen Nachwuchs überzeugt.

Doppeltorschütze vom Dienst: Moritz Broschinski. Foto: Uli Deck/dpa
Doppeltorschütze vom Dienst: Moritz Broschinski.

Karlsruhe (dpa/lsw) - Moritz Broschinski lief mit einem breiten Lächeln durch die Stadionflure des Karlsruher Wildparks. «Ich bin hier, um Spaß zu haben. Ich denke, das hat man heute ganz gut gesehen», sagte der Stürmer, der beim 2:1 (1:0) gegen Arminia Bielefeld doppelt traf und dem neuen Trainer Maximilian Senft damit das perfekte Pflichtspieldebüt beim Karlsruher SC in der 2. Fußball-Bundesliga bescherte.

Der vom FC Basel geliehene Broschinski ragte aus einer insgesamt guten KSC-Elf hervor, viel Lob gab's deshalb auch von Senft. «Er hat eine super Abschlussqualität, Mo hat alles, und vor allem hat er eine unglaubliche Mentalität», meinte der Karlsruher Coach, der zudem Broschinskis Lauffreude und Robustheit hervorhob: «Ein wirklich hervorragendes Spiel.»

Feurig: Der neue Karlsruher Trainer Maximilian Senft gab den Einpeitscher. Foto: Uli Deck/dpa
Feurig: Der neue Karlsruher Trainer Maximilian Senft gab den Einpeitscher.

Lob vom Trainer: «Beide Tore waren klasse»

Besonders fein gemacht war das 1:0 in der 35. Minute, als Broschinski seinen Gegenspieler Maximilian Großer ins Leere rutschen ließ und flach vollendete. Das 2:0 (78.) erzielte der 25-Jährige dann per Kopf nach einem Eckstoß. Zweimal hieß der Vorlagengeber Marvin Wanitzek, der zuvor noch die Latte getroffen hatte. «Beide Tore waren klasse», lobte Senft.

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Neben Broschinski und Kapitän Wanitzek gefiel auch Danyal Zor, der vor den Augen des früheren Weltmeisters und Ex-Karlsruhers Thomas Häßler ein tolles Profidebüt auf der Sechser-Position gab. Der 19-Jährige aus dem eigenen Nachwuchs überzeugte mit hoher Passquote und Zweikampfstärke. Zor habe gezeigt, «was er am Ball kann», urteilte Senft.

Debütant Zor: «Das ist schon krass»

«Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich bin ja hier groß geworden, habe zehn Jahre hier im NLZ gespielt. Und jetzt hier im Stadion, wo du nebenan immer trainiert hast, zu spielen, das ist schon krass», schwärmte Zor. «Ich realisiere das auch gerade noch nicht richtig.» Auf dem Platz war er aber voll da, wirklich nervös sei er ohnehin nie vor Spielen: «Ich habe einfach mein Ding durchgezogen und es hat richtig Spaß gemacht.»

Starkes Debüt: Der 19 Jahre alte Danyal Zor überzeugte bei seinem ersten Profieinsatz. Foto: Uli Deck/dpa
Starkes Debüt: Der 19 Jahre alte Danyal Zor überzeugte bei seinem ersten Profieinsatz.

Viel Spaß hatte der Großteil der 29.896 Zuschauer vor allem in der zweiten Halbzeit, als die Badener dank besserem Pressing, Passspiel und Tempohärte die Bielefelder phasenweise überrannten. «Das darf uns und soll uns Glauben geben für die Zukunft, dass wir diese Intensität auch an heißen Tagen bringen können», sagte Senft über die zweiten 45 Minuten - und vielleicht auch schon mit Blick auf das Südwestderby am kommenden Samstag in Kaiserslautern.

Perfekt ist aber längst noch nicht alles. Jannik Rochelt traf zweimal die Latte des Karlsruher Tores. Und nach dem Anschluss durch Marvin Mehlen (80.) wackelte der Heimsieg stark. Zum Ende des Spiels hin schwanden die Kräfte, gab Broschinski zu: «Wir sind marschiert ohne Ende. Wir haben gefühlt 58 Grad da draußen.» Wanitzek resümierte: «Geschlossen und leidenschaftlich am Ende verteidigt, deshalb auch verdient gewonnen.»