Ausstellung

Künstlerin verwandelt Kurgarten in «Soundspace»

Diesen Sommer soll sich der Kurgarten in Baden-Baden in einen «Soundspace» verwandeln, Musik die Menschen zusammenbringen. Die verantwortliche Künstlerin macht auch Lampen aus bunten Strumpfhosen.

Juliana pustet im Kurgarten Baden-Baden in eine Flöte der Installation «Public Resonator» aus dem Jahr 2023 von Nevin Aladağ. Foto: Uli Deck/dpa
Juliana pustet im Kurgarten Baden-Baden in eine Flöte der Installation «Public Resonator» aus dem Jahr 2023 von Nevin Aladağ.

Baden-Baden (dpa/lsw) - Rund um eine große Kugel, aus der Teile verschiedener Musikinstrumente ragen, soll in den kommenden Wochen Kunst im Kurgarten Baden-Baden erklingen. Bis zum 3. September will die in Berlin lebende Künstlerin Nevin Aladağ (Jahrgang 1972) einen «Soundspace» schaffen. Das Projekt trägt den Titel «Public Resonator». Resonatoren sind schwingfähige Systeme.

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«Aladağ hat ein feines Gespür dafür, was Menschen verschiedener Herkünfte und Hintergründe, unterschiedlicher Geschlechter und Generationen, Sprachen und Religionen miteinander verbindet und zusammenführt», teilten die Veranstalter mit. Vor allem die Musik, die Sprache der Instrumente und des Gesangs könnten ein Terrain - auch jenseits von Gebäuden - als Ort des Gemeinsamen definieren. «Der Klang ersetzt Wände und Mauern und ist offen und grenzenlos.»

Aladağ, die auch Lampen aus verschiedenfarbigen Feinstrumpfhosen macht, schaffe in der Kur- und Welterbestadt eine bühnenartige Situation zum Verweilen und Betrachten. Damit geht das Projekt «Kunst findet Stadt» in die vierte Runde. Der Eintritt ist frei.

Aladağ wurde den Angaben nach im türkischen Van geboren, zog kurz darauf nach Stuttgart, studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München und hat aktuell eine Professur für Skulptur in Bewegung an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden inne. 2017 habe sie an der documenta 14 und der 57. Biennale in Venedig teilgenommen.