Tarifkonflikt

Lufthansa-Streik trifft Flüge von und nach Stuttgart

Am Freitag drohen am Flughafen Stuttgart Flugausfälle: Lufthansa-Flugbegleiter streiken in Frankfurt und München. Wie Reisende jetzt reagieren sollten.

Am Flughafen Stuttgart fallen wegen des Streiks bei Lufthansa Flüge aus. (Foto-Archiv) Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Am Flughafen Stuttgart fallen wegen des Streiks bei Lufthansa Flüge aus. (Foto-Archiv)

Stuttgart (dpa/lsw) - Vom Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa ist wahrscheinlich auch der Flughafen Stuttgart betroffen. Für Freitag seien im regulären Flugplan fünf Flüge nach Frankfurt und fünf Flüge von Frankfurt nach Stuttgart geplant sowie nach München vier Abflüge und vier Ankünfte, teilte eine Sprecherin des Airports mit. «Stand jetzt haben wir keine anderen Informationen dazu.» Sollte es Änderungen geben, informiere die Airline ihre Kunden üblicherweise auch direkt. Reisende, die betroffen sein könnten, sollten den Status ihres Fluges online checken oder sich mit ihrer Airline oder ihrem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. 

Die Flugbegleiter sind am Freitag von 00.01 Uhr bis 22.00 Uhr zum Ausstand aufgerufen, wie die Gewerkschaft Ufo mitteilte. «Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München», hieß es. Das sind die Drehkreuze der Lufthansa, zahlreichen Fluggästen drohen damit Flugausfälle. Bestreikt werden laut Gewerkschaft außerdem alle Abflüge der Lufthansa CityLine von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover.

Mehrheit bei Urabstimmung für Arbeitskampf

WNOZ WhatsApp-Kanal

Die Weinheimer Nachrichten und Odenwälder Zeitung auf WhatsApp! Aktuelle Nachrichten aus deiner Region. Die Top-Themen jeden Mittag frisch auf dem WhatsApp-Kanal.

Impressum

In einer Urabstimmung hatten die Kabinenbeschäftigten der Kerngesellschaft Lufthansa und der Regionaltochter Cityline Ende März mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf gestimmt. Bei der Kerngesellschaft stimmten rund 94 Prozent für Streiks, bei der Cityline knapp 99 Prozent. 

In dem Konflikt geht es um die Tarifverhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und nach Ufo-Angaben um eine fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr enden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.