Kriminalität

Mann schweigt zu Motiv nach Messerangriff in Moschee

Ein 25-Jähriger soll einen Bekannten in einer Moschee bei Stuttgart mit einem Messer verletzt haben. Der mutmaßliche Täter wird gefasst und sitzt in Untersuchungshaft. Viele Fragen sind weiter offen.

Gegen den mutmaßlichen Täter wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Gegen den mutmaßlichen Täter wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Backnang (dpa/lsw) - Nach einem Messerangriff auf einen Mann in einer Moschee nordöstlich von Stuttgart schweigt der mutmaßliche Täter zu seinem Motiv. Ein Richter erließ Polizeiangaben zufolge am Samstag Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 25-Jährigen. Dieser soll einem 24-Jährigen am Freitag in Backnang (Rems-Murr-Kreis) mit einem Messer in den Oberschenkel gestochen haben und dann geflüchtet sein. 

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Etwa zwei Stunden nach der Tat nahm die Polizei den Verdächtigen in Stuttgart fest. Einem Zeugen war in der S-Bahn von Backnang nach Stuttgart ein Mann aufgefallen, auf den exakt die Personenbeschreibung des Tatverdächtigen passte, hieß es. Das Opfer wurde laut Polizei leicht verletzt und wieder aus dem Krankenhaus entlassen.

Politisches Motiv offen

Der Hintergrund der Tat war laut einem Polizeisprecher zunächst weiterhin unklar. Der Verdächtige habe sich bislang nicht zu seinem Motiv geäußert. Nach aktuellem Ermittlungsstand habe zwischen den beiden Männern zumindest eine flüchtige Bekanntschaft bestanden. Der Staatsschutz übernahm zunächst die Ermittlungen, weil der Tatort eine Moschee war. Dies deute aber nicht automatisch auf einen politischen Hintergrund hin, hieß es.