Waldsee

Maskierte Gruppe beschädigt Kiesgrube in Langen

Unbekannte dringen in das Grundstück der Kiesgrube am Langener Waldsee ein und zerschneiden die Förderbänder. Wegen möglicher politischer Ziele ermittelt nun der Staatsschutz.

Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild
Ein Polizeiauto steht hinter einem Absperrband der Polizei.

Langen (dpa/lhe) - Unbekannte sind auf das Gelände der Kiesgrube am Langener Waldsee eingebrochen und haben dort einen Schaden von rund 50.000 Euro verursacht. Eine größere Gruppe habe die Förderbänder zerschnitten und deren Antriebsmotoren beschädigt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Gebäude beschmierten die maskierten und mit Maleranzügen bekleideten Täter laut Polizei mit Schriftzügen. Die Tat geschah den Angaben zufolge bereits am Samstag.

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Der Staatsschutz ermittelt in dem Fall. Die Hintergründe seien derzeit noch unklar, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Südosthessen auf Anfrage. Man könne von einem möglichen Sabotageakt ausgehen, noch muss aber geprüft werden, inwieweit die Gruppe politische Ziele verfolgt habe.

Die Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände (VhU) ging in einer Pressemitteilung von einem «politisch motivierten Anschlag» auf das dort tätige Unternehmen aus. Die Gruppe habe die Produktion sabotieren wollen, erklärte VhU-Geschäftsführer Dirk Pollert.

Die Erweiterung der Kiesgrube am Langener Waldsee hat immer wieder für Konflikte gesorgt. Über neun Jahre lang hatte der Umweltschutzverband BUND versucht, rechtlich gegen den 2013 beschlossenen Kiesabbau vorzugehen, um den Wald zu erhalten. Im Jahr 2022 hatte das Bundesverwaltungsgericht die Klage endgültig abgewiesen.

Die Polizei bittet Zeugen, die zum Tatzeitpunkt am Waldsee unterwegs waren und Hinweise geben können, sich unter der Rufnummer 069 8098 1234 zu melden.