Merz schließt Zusammenarbeit mit AfD nach Wahl erneut aus
Der CDU-Chef distanziert sich in Darmstadt wieder von der AfD. Proteste gegen seinen Wahlkampfauftritt gab es dennoch.
Darmstadt (dpa/lhe) - Der Kanzlerkandidat der Union, Friedrich Merz, hat im Endspurt des Bundestagswahlkampfes bekräftigt, im Falle eines Wahlsieges am Sonntag nicht mit der AfD zusammenzuarbeiten. «Unter gar keinen Umständen mit der AfD», sagte Merz in Kongresszentrum Darmstadtium in Darmstadt drei Tage vor der Wahl am Sonntag. Diese Partei stehe gegen alles, für das die CDU in den vergangenen Jahrzehnten eingestanden ist.
Die Wahlkampfveranstaltung war von Protesten gegen eine schärfere Migrationspolitik begleitet. Bei einer Demonstration unter dem Motto «Bezahlkarte, Grenzkontrollen, Abschottung: Schluss mit der rassistischen Migrationspolitik. Keine Zusammenarbeit mit der AfD» protestierten in der Innenstadt nach Polizeiangaben 500 bis 600 Menschen friedlich gegen rechts.
Auf Transparenten war zu lesen «Stoppt Merz» und «Herz statt Merz». Wegen einer Straßensperrung kam es zu Verkehrsbehinderungen. Laut Polizei kam es zu keinen Zwischenfällen.
Merz trat zusammen mit Hessens Regierungschef Boris Rhein auf. Die Unionsparteien CDU/CSU liegen Umfragen zufolge deutlich vorn. Der Bundestag stimmte im Januar einen Antrag der Unionsfraktion für eine schärfere Migrationspolitik mit Stimmen der AfD zu und löste so Proteste aus. Seinen Schwenk begründete Merz mit den Anschlägen in Magdeburg und in Aschaffenburg.