Trockenheit

Ministerium: 100 Waldbrände in Hessen seit Jahresbeginn

Die Brände betrafen eine Fläche von rund 165.000 Quadratmetern. Das sind etwa 23 Fußballfelder. Die Feuerwehr ist sich sicher: Der nächste Waldbrand kommt – es ist nur eine Frage der Zeit.

Schon 100 Mal hat es in Hessens Wäldern gebrannt. (Symbolbild) Foto: Boris Roessler/dpa
Schon 100 Mal hat es in Hessens Wäldern gebrannt. (Symbolbild)

Wiesbaden/Offenbach (dpa/lhe) - Nach Angaben des hessischen Forstministeriums gab es seit Jahresbeginn etwa 100 Waldbrände in Hessen. Sie betrafen eine Fläche von rund 165.000 Quadratmetern - etwa 23 Fußballfelder. 

Und die Gefahr ist nicht gebannt: Nach aktuellen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht in weiten Teilen Hessens hohe Waldbrandgefahr. Ergiebige, landesweite Niederschläge sind nicht in Sicht. Die höchste Gefahrenstufe (5, sehr hohe Gefahr) sieht der DWD aktuell im Gründauer Ortsteil Breitenborn im Main-Kinzig-Kreis. Nur an wenigen Flecken des Landes besteht eine geringe Waldbrandgefahr. 

Das bekommen auch die Feuerwehren vor Ort zu spüren, etwa in Schaafheim im südhessischen Kreis Darmstadt-Dieburg. Für die nächsten Tage rechnet der DWD hier mit einem hohen Waldbrandrisiko. «Derzeit ist nicht die Frage, ob uns ein Wald- und Vegetationsbrandereignis trifft, sondern wann», erklärte André Reining, Gemeindebrandinspektor der Feuerwehr Schaafheim. Eine Bekämpfung solcher Brände sei für die Einsatzkräfte körperlich besonders fordernd. Nur durch leichte Schutzkleidung und eine funktionale Ausrüstung könne die Belastung etwas geringer gehalten werden, erklärte Reining. 

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Am Montag rief das Ministerium die erste von zwei Alarmstufen (Alarmstufe A) für die Forstverwaltung in Hessen aus. «Insbesondere die Bodenvegetation, aber auch unverwertbares Kronenrestholz, Reisigmaterial und abgestorbene Bäume sind inzwischen stark ausgetrocknet und können somit leicht entzündbares Material darstellen», hieß es zur Begründung.