Fußball-EM

Ministerpräsident: Ukrainisches Team kann Wunder vollbringen

Mehrere Tausend Menschen kommen zum Training der ukrainischen Fußball-Nationalmannschaft nach Wiesbaden. Auch Hessens Ministerpräsident ist dabei - und drückt dem Team bei der EM die Daumen.

Ukrainische Zuschauer bejubeln die Spieler um Kapitän Andrij Jarmolenko (3.v.l) beim öffentlichen Training der Nationalmannschaft der Ukraine in der Brita-Arena. Foto: Arne Dedert/dpa
Ukrainische Zuschauer bejubeln die Spieler um Kapitän Andrij Jarmolenko (3.v.l) beim öffentlichen Training der Nationalmannschaft der Ukraine in der Brita-Arena.

Wiesbaden (dpa) - Unter lautstarkem Applaus hat die ukrainische Fußball-Nationalmannschaft um Superstar Mychajlo Mudryk vom FC Chelsea ihr öffentliches Training in Wiesbaden abgehalten. Auch «Ukraine»-Sprechchöre waren von den mehreren Tausend Zuschauerinnen und Zuschauern zu hören.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Die Einheit am Donnerstag in der Brita-Arena zur Vorbereitung auf die EM in Deutschland verfolgte auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein. «Ihr seid wahrscheinlich das beste Team, die beste Elf, die es jemals gegeben hat aus der Ukraine», sagte Rhein vor Beginn des Trainings. «Sie können ein Wunder vollbringen - so wie die Männer und Frauen gerade in der Ukraine ein Wunder für die Freiheit vollbringen.» Er drücke der Mannschaft von Trainer Sergej Rebrow genauso wie der deutschen Auswahl die Daumen, so der CDU-Politiker. «Dafür haben wir zwei Daumen.»

Angesichts des russischen Angriffskriegs habe er einen Riesenrespekt vor der ukrainischen Bevölkerung, sagte Rhein. «Die Männer und Frauen in der Ukraine verteidigen gerade ihr Land gegen einen Kriegsverbrecher, gegen Wladimir Putin und Russland.» Die Ukraine müsse diesen Krieg gewinnen, betonte der 52-Jährige.

Die Ukraine trifft bei der Fußball-EM in der Gruppe E zunächst am kommenden Montag um 15.00 Uhr in München auf Rumänien. Anschließend geht es für die Mannschaft in der Vorrunde noch gegen die Slowakei (21. Juni, 15.00 Uhr) und Belgien (26. Juni, 18.00 Uhr).