Möller sieht Ebnoutalib-Nominierung kritisch
Jürgen Klopp setzt auf viele junge Spieler, darunter Senkrechtstarter Younes Ebnoutalib. Warum ein Ex-Weltmeister dies als verfrüht ansieht.
Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Der frühere Welt- und Europameister Andreas Möller hat sich überrascht von der DFB-Nominierung des Frankfurters Younes Ebnoutalib gezeigt. «Nicht falsch verstehen: Ich freu' mich riesig für ihn, das ist sensationell. Aber nach neun Bundesliga-Spielen? Früher hast du Jahre gebraucht, um in die Nationalelf zu kommen», sagte Möller in einem «Bild»-Interview.
Eintracht-Angreifer Ebnoutalib hatte beim 0:1 gegen Griechenland in Augsburg in der Startelf gestanden. Zuvor war der Ex-Elversberger beim Bundestrainer-Debüt von Jürgen Klopp (1:1 in den Niederlanden) zu seiner Länderspielpremiere gekommen, als er nach einer halben Stunde für den verletzten Kai Havertz eingewechselt wurde.
Burkardt und Ebnoutalib «Top-Stürmer»
Beim Frankfurter Bundesligisten sieht der frühere Eintracht-Profi Möller das Duo Jonathan Burkardt/Ebnoutalib jedoch als «Top-Stürmer». «Die beiden sind sehr schwer auszurechnen. Sie können köpfen, sie können schießen,
sie können Doppelpässe, sie können hinterlaufen. Da ist alles drin», erklärte der 59-Jährige. «Mal macht Burkardt die Wege, dann ist Ebnoutalib mehr im Fokus, und umgekehrt.»