Mutmaßliche Automatensprenger festgenommen: Hohe Beute
Frankfurt (dpa/lhe) - Die Polizei hat wenige Tage nach der Sprengung eines Geldautomaten in Frankfurt vier Tatverdächtige festgenommen. Wie die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Montag mitteilten, wird gegen die Männer im Alter von 27 bis 32 Jahren unter anderem wegen des Verdachts des versuchten Mordes, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des schweren Bandendiebstahls ermittelt. Sie sind mittlerweile in Untersuchungshaft.
Der Festnahme war eine Verfolgungsjagd mit der Polizei vorangegangen, bei der auch Diensthunde und ein Polizeihubschrauber eingesetzt wurden. Beim Versuch, eine Straßensperre zu durchbrechen, kam es auch zur Kollision mit einem Polizeifahrzeug. Verletzt wurde dabei niemand. Die Männer versuchten, zu Fuß in ein Waldgebiet zu flüchten, wurden dann aber gestellt.
Der sechsstellige Geldbetrag der Beute konnte im Fahrzeug sichergestellt werden, hieß es. Nach einem fünften Tagverdächtigen wird nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin gefahndet.
Die Ermittler vermuten, dass die Festgenommenen auch mit ähnlichen Sprengungen von Geldautomaten in den vergangenen Monaten in Frankfurt, Jünkerath, Bad Homburg, Königstein und Wickede zu tun haben könnten. Ermittlungen gibt es zudem gegen mehrere bislang Unbekannte, die nach der Automatensprengung in der vergangenen Woche die Bankfiliale betraten und Bargeld an sich nahmen, das die Täter bei ihrer Flucht dort zurückgelassen hatten.