Nach Eklat in Mannheim: FCK mit Aufarbeitung beschäftigt
Nach den Krawallen von Mannheim äußern sich die Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern bisher nicht konkret zu den Vorfällen. Bei Lieberknecht geht der Blick auf die Partie beim FC St. Pauli.
Kaiserslautern (dpa) - Nach den massiven Fan-Ausschreitungen im Pokal-Derby in Mannheim und einer angeblich verwüsteten Gäste-Kabine sieht sich der 1. FC Kaiserslautern weiter mit Fragen zu den Vorfällen konfrontiert. Konkrete Antworten gab es vonseiten des Fußball-Zweitligisten vor dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) nicht.
«Wir befinden uns in der Aufarbeitung der Vorfälle», sagte FCK-Pressesprecherin Ann-Kathrin Beisiegel-Hauck. «Das geschieht natürlich in Abstimmung mit unseren eigenen Fans, aber auch gemeinsam mit dem DFB, den zuständigen Behörden und dem SV Waldhof Mannheim. Deshalb bitten wir um Verständnis, dass wir alles, was neben dem Platz in Mannheim passiert, an dieser Stelle nicht weiter kommentieren möchten. Wir werden uns dazu äußern, sobald es etwas mitzuteilen gibt.»
Beim 1:0-Erfolg nach Verlängerung war die Situation nach 90 torlosen Minuten im Carl-Benz-Stadion eskaliert, als nach einer Rudelbildung zwischen den Spielern auf dem Rasen auch noch einige FCK-Anhänger Böller in den Sitzplatzbereich geschossen hatten. Daraufhin waren einige Mannheimer Fans auf den Platz gestürmt. Auch berittene Polizisten mussten einschreiten, um die Lage zu beruhigen. Zeitweise drohte ein Abbruch des Spiels.
Neue Offensiv-Optionen
Lautern-Coach Torsten Lieberknecht war darum bemüht, den Fokus auf das Sportliche und die anstehende Aufgabe in Hamburg zu legen. «Für mich war der Abend mit allem, was ich dort nach dem Spiel besprochen und in die Kameras gesagt habe, abgehakt», sagte er.
Mit Mario Sauer vom FC Toulouse und perspektivisch auch mit Milos Lukovic erhält Lieberknecht zwei zusätzliche Optionen für eine Offensive, die bislang nicht zu überzeugen wusste. Zweimal trennte sich der FCK von seinen Gegnern VfL Wolfsburg und Karlsruher SC torlos. Lukovic ist jedoch noch keine Option.
«Milos hatte in den vergangenen Wochen mit Muskelproblemen zu kämpfen, war drei Wochen nicht im Mannschaftstraining und hat nur individuell mit einem Reha-Trainer gearbeitet. Deshalb müssen wir mit ihm sehr achtsam umgehen», erklärte Lieberknecht. Auch Naatan Skyttä (Knieverletzung) und Ivan Prtajin (Achillessehnenriss) werden fehlen.