Vortäuschung einer Straftat

Neue Ermittlungen nach angeblicher Attacke in Gießen

Das Opfer gibt an, von einer Gruppe angegriffen und mit einem Messer verletzt worden zu sein. Nun stellt sich heraus, dass dies nur vorgetäuscht war.

In Gießen war in der Silvesternacht ein Mann schwer verletzt worden. (Symbolfoto) Foto: Nicolas Armer/dpa
In Gießen war in der Silvesternacht ein Mann schwer verletzt worden. (Symbolfoto)

Gießen (dpa/lhe) - Nach einer angeblichen Attacke von einer Gruppe auf einen Mann in der Silvesternacht ermittelt die Polizei nun wegen des Vortäuschens einer Straftat. Entgegen seiner ersten Schilderungen habe der 28-Jährige die Stichverletzung bei einem Streit mit seiner gleichaltrigen Begleiterin erlitten, teilte das Polizeipräsidium Gießen mit. Die Umstände seien bislang unklar. 

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Der Mann war bei der Tat in Gießen lebensgefährlich an der Lunge verletzt worden und musste operiert werden. Der Mitteilung zufolge ist er mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden. 

Zunächst sollen er und seine Begleiterin der Polizei gegenüber angegeben haben, sie seien aus einer Gruppe von drei bis fünf Menschen heraus mit Silvesterraketen beschossen worden. Als der 28-Jährige diese zur Rede habe stellen wollen, hätten sie ihn attackiert. Kurz darauf sei er mit einer blutenden Stichwunde in der Brust zusammengesunken, die Täter seien geflohen.