Justiz

Poseck würde nach der Wahl gerne Justizminister bleiben

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Justizminister Roman Poseck (CDU) kann sich eine weitere Amtszeit in seinem Ressort nach der Landtagswahl im Herbst gut vorstellen. «Das politische Gestalten macht mir Freude», sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden. Der Rechtsstaat und eine leistungsfähige Justiz lägen ihm sehr am Herzen. «Von daher würde ich gerne weiter Verantwortung tragen. Am liebsten natürlich als Justizminister hier in diesem Bundesland», sagte Poseck.

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In den nächsten Wochen und Monaten konzentriere er sich aber darauf, noch möglichst viele Vorhaben der laufenden Legislaturperiode umzusetzen. «Und dann warte ich wie jeder Demokrat mit Zuversicht, aber auch Respekt und Demut auf den 8. Oktober und schaue, was sich danach ergibt», sagte der Minister und frühere Präsident des Hessischen Staatsgerichtshofs.

Die Arbeit in der aktuellen schwarz-grünen Landesregierung sei von beiden Seiten «durch ein hohes Maß an Professionalität gekennzeichnet». Die Koalition habe Hessen in den vergangenen Jahren sicher durch schwierige Zeiten geführt und dabei immer wieder Entscheidungskraft und Kompromissfähigkeit unter Beweis gestellt, sagte Poseck. «Das unterscheidet Schwarz-Grün in Hessen wesentlich von der Ampelkoalition in Berlin.»

Klar sei aber auch, dass CDU und Grüne in Hessen unterschiedliche Parteien mit unterschiedlichen Ansichten und einer unterschiedlichen Wählerschaft seien. «In den nächsten Monaten wird es so sein, dass beide Parteien etwas stärker ihr eigenes politisches Profil schärfen, um bei der eigenen Wählerschaft um Stimmen zu werben», ergänzte der Justizminister. «Unterscheidbarkeit gehört zu einer lebendigen Demokratie.»