Preis von 32.500 Euro für Instandsetzung von Baudenkmälern
Wiesbaden (dpa/lhe) - Mit individuellen Lösungen und Geschick besondere Bauwerke instandsetzen: Der Hessische Denkmalschutzpreis würdigt den Einsatz für das Kulturerbe mit insgesamt 32.500 Euro. Der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen, Markus Harzenetter, erklärte am Montag in Wiesbaden: «Die Bandbreite der Maßnahmen reicht von einem Fachwerkhaus in Niederbrechen als herausragendem Beispiel für die Wiederbelebung des historischen Ortskerns über den fast schon verloren geglaubten Gasthof zum Goldenen Löwen in Limburg, der nun wieder das Stadtbild ziert, bis hin zur Stadthalle in Hattersheim als einem wegweisenden Beispiel für den Umgang mit Kulturdenkmal der 1970er Jahre.»
Hessens Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) betonte: «Es ist nicht immer leicht, Historisches zu bewahren und gleichzeitig mit unseren heutigen Ansprüchen in Einklang zu bringen.» Die Preisträger widmeten sich dieser Herausforderung mit Leidenschaft, Kreativität und Kompetenz. Damit trügen sie «wesentlich dazu bei, unsere Kulturdenkmäler als identitätsstiftende Wahrzeichen der Region, Lernorte und Ausflugsziele zu erhalten. Dabei setzen sie auch ein Statement für das ressourcenschonende Wieder- und Weiterverwenden historischer Baumaterialien.»
Der Hessische Denkmalschutzpreis wurde 1986 vom Landesamt für Denkmalpflege und der Lotto Hessen GmbH ins Leben gerufen. Am Montag wurde er zum 38. Mal vergeben. Die Jury hatte bei einer zweitägigen Reise durch das Land die Kulturdenkmäler begutachtet.