Statistik

Prognose: Hessen verliert Hunderttausende Einwohner bis 2070

Immer mehr ältere und immer weniger junge Menschen: Wie sich Hessens Altersstruktur im Laufe der Jahrzehnte vermutlich deutlich verschiebt.

Weniger Babylachen - Hessens Geburtendefizit nimmt laut Statistikern auf lange Sicht zu. (Symbolbild) Foto: Elisa Schu/dpa
Weniger Babylachen - Hessens Geburtendefizit nimmt laut Statistikern auf lange Sicht zu. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Bevölkerung schrumpft wohl langfristig. Wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte, werden gemäß den Berechnungen im Jahr 2070 noch 5,82 Millionen Menschen im Land leben - das wären 7,3 Prozent weniger als Ende 2024. Damals wurden noch 6,28 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner in Hessen gezählt.

Nach 2040 beschleunigt sich laut den Vorausberechnungen der Rückgang der Einwohnerzahl, weil die zunehmenden Geburtendefizite in der alternden Bevölkerung nicht mehr durch Zuwanderung ausgeglichen werden können, hieß es weiter. «Die Marke von sechs Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern unterschreitet Hessen erstmals voraussichtlich im Jahr 2057.»

Immer mehr alte und weniger junge Hessinnen und Hessen

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Hinsichtlich der Alterung der Gesellschaft erwarten die Statistiker, dass 2050 etwa 27,3 Prozent der hessischen Bevölkerung 65 Jahre oder älter ist. 2024 lag der Anteil der dieser Menschen an der Gesamtbevölkerung in Hessen bei 21,7 Prozent. Das Statistische Landesamt ergänzte: «Gleichzeitig sinkt der Anteil der unter 20-Jährigen von 19,0 Prozent im Jahr 2024 auf 17,0 Prozent im Jahr 2050. Das Durchschnittsalter steigt im gleichen Zeitraum von 44,3 Jahren auf 47,3 Jahre.»