Grausiger Fund in Auto

Prozess wegen Leiche auf Feldweg – Ex-Partner floh im ICE

Ein Spaziergänger findet eine Leiche auf einem Feldweg. Am selben Tag wird der Verdächtige festgenommen. Es ist der frühere Partner der Frau. In wenigen Tagen sitzt er auf der Anklagebank.

Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. (Archivbild) Foto: Jason Tschepljakow/dpa
Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. (Archivbild)

Heilbronn/Bad Rappenau (dpa/lsw) - Nach dem Fund einer Frauenleiche auf einem Feldweg bei Bad Rappenau vor sechs Monaten geriet schnell der frühere Partner der 39-Jährigen in Verdacht. Von Montag (9. November/13.30 Uhr) an sitzt der Mann wegen Mordverdachts auf der Anklagebank des Heilbronner Landgerichts. Er soll nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft das Ende der Beziehung nicht verkraftet, das Opfer massiv belästigt und bedroht und schließlich getötet haben. 

Die Ermittler gehen davon aus, dass er der Frau am Abend des 6. Mai nach der Arbeit in einem Parkhaus auf dem Firmengelände in Neckarsulm aufgelauert und sie im Auto durch neun Messerstiche getötet habe. Das Fahrzeug mit der Leiche soll er am frühen Morgen im etwa 15 Kilometer entfernten Bad Rappenau auf einem Feldweg abgestellt und es in Brand gesetzt haben, um Spuren der Tat zu beseitigen. 

Benzin ins Wageninnere geleitet

Laut Anklage ging das Feuer jedoch eigenständig und zu schnell wieder aus. Der Mann hatte demnach zu diesem Zeitpunkt bereits die Flucht ergriffen. Der damals 41 Jahre alte Iraker wurde am selben Tag in einem ICE nach Linz (Österreich) am Hauptbahnhof in Regensburg festgenommen. 

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Impressum

Die Anklage sieht die Mordmerkmale der Heimtücke und niedrigen Beweggründe als gegeben an. Die Ermittler führen unter anderem Videoaufnahmen von einer Tankstelle in Bad Rappenau auf: Dort soll der Mann das Auto der getöteten Frau wenige Stunden nach der Tat mit mehreren Litern Kraftstoff gefüllt haben - allerdings leitete er das Benzin laut Staatsanwaltschaft nicht in den Tank, sondern direkt ins Wageninnere.