Besonders belastet

Psychisch krank im Gesundheitswesen

Die Krankenkasse DAK hat die Zahl der Fehltage nach Branchen analysiert. Bei den Krankschreibungen zeigt sich ein klares Bild.

Viele Pfleger sind «bis an die Grenze belastet». (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Viele Pfleger sind «bis an die Grenze belastet». (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Beschäftigte im Gesundheitswesen hatten 2024 in Hessen den meisten Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen. Das geht aus dem «Psychreport» der DAK hervor. Im Auftrag der Krankenkasse hatte das IGES-Institut die Daten von rund 262.000 DAK-versicherten Beschäftigten in Hessen ausgewertet.

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Bezogen auf 100 Beschäftigte verursachten Depressionen und andere psychische Erkrankungen in dieser Branche 487 Fehltage. Über alle Branchen hinweg waren es mit 348 Tagen deutlich weniger. Hessen liegt damit im Ländervergleich leicht über dem bundesweiten Durchschnitt.

«Es ist offensichtlich, dass insbesondere das Gesundheitswesen in Hessen bis an die Grenzen belastet ist», sagte DAK-Landeschefin Britta Dalhoff. «Wir brauchen eine verstärkte Aufklärung über die Ursachen und eine Stärkung der mentalen Gesundheit durch unterstützende Angebote im betrieblichen Gesundheitsmanagement, denn Vorsorge ist das Wichtigste.»