Regionalverband für Geschossbau an Rhein-Main-Bahnstationen
Frankfurt/Main (dpa) - Die Wohnungsnot im Rhein-Main-Gebiet kann nach Auffassung des Regionalverbandsdirektors Thomas Horn vor allem im Frankfurter Umland gelindert werden. Es werde immer wichtiger, vor allem in der Nähe von Bahnstationen verdichtet und flächensparend zu bauen, erklärte Horn am Mittwoch beim regionalen Kongress «FrankfurtRheinMain baut» laut einer Mitteilung.
Der Trend bei den Mitgliedskommunen gehe bereits in diese Richtung, auch in ländlichen Regionen werde inzwischen dichter gebaut, berichtete Horn. Nach Angaben des Regionalverbandes hatten 2021 fast drei von vier (72,2 Prozent) der neu gebauten Häuser drei oder mehr Wohnungen. Zehn Jahre zuvor waren es erst 50 Prozent gewesen.
Vertreter von Immobilienverbänden wie auch der Industrie- und Handelskammer Frankfurt verlangten einfachere Bau- und Fördervorschriften, um den schwächelnden Wohnungsbau wieder anzukurbeln. Bezahlbarer Wohnraum werde angesichts des Fachkräftemangels dringend benötigt, sagte IHK-Präsident Ulrich Caspar. Gerald Lipka vom Landesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) warnte vor einem Einbruch der Bautätigkeit in den kommenden Jahren, der sich bereits durch die sinkenden Genehmigungszahlen ankündige. Die Versorgung mit Wohnraum werde sich weiter verschlechtern.