Rhein: Sorgen der Menschen entscheiden Wahlen
Die hohen Lebenshaltungskosten haben US-Wähler bei den Zwischenwahlen umgetrieben - Präsident Trump wurde abgestraft. Welche Schlüsse Hessens Ministerpräsident Rhein für die heimische Politik zieht.
Wiesbaden (dpa/lhe) - Das Ergebnis der US-Zwischenwahlen ist nach Einschätzung von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) eine wichtige Mahnung, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen. «Die Midterms zeigen, dass auch in den USA die wirtschaftliche Lage und die Lebenshaltungskosten für viele Menschen entscheidende Wahlmotive sind», sagte er in Wiesbaden. Die Politik müsse konkrete Antworten auf die Frage geben, wie das Leben bezahlbar bleibe. «Das gilt in den Vereinigten Staaten genauso wie bei uns.»
Für Hessen blieben die USA ein wichtiger Partner, ergänzte Rhein. «Deshalb ist es richtig, unsere engen Kontakte auf allen Ebenen weiter zu pflegen - parteiübergreifend, im Kongress, in den Bundesstaaten und in der Wirtschaft.» Gerade in einer Zeit politischer Veränderungen komme es auf verlässliche Beziehungen und einen engen Austausch an. Rhein war erst im Oktober mit einer Delegationsreise in den USA unterwegs gewesen.
Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump haben die Zwischenwahlen deutlich verloren. US-Wähler waren mit großer Unzufriedenheit mit Trumps Politik an die Wahlurnen gegangen. In einer Umfrage machten 62 Prozent die Politik des Präsidenten für den Preisanstieg im Land verantwortlich.