Tarifkonflikt

Ringen um Entlastungen an Uniklinik geht Dienstag weiter

Gießen/Marburg (dpa/lhe) - Das Ringen um einen Entlastungstarifvertrag für das Uniklinikum Gießen und Marburg (UKGM) wird am Dienstag fortgesetzt. Sowohl Verdi-Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm als auch das Klinikum sprachen am Samstag von sehr konstruktiven Verhandlungen. Eine Einigung am Dienstag liege im Bereich des Möglichen, sagte Dzewas-Rehm. Der Aufforderung der Klinikleitung, den Streik zu beenden, will die Gewerkschaft aber nicht nachkommen. Es sei von Anfang an klar gewesen, dass bis zu einer Einigung gestreikt werde.

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Seit vergangenem Montag wird das privatisierte Uniklinikum bestreikt, nachdem es bei vorangegangenen Verhandlungen zu keiner Einigung gekommen und ein Ultimatum der Beschäftigten verstrichen war. Für das nicht-ärztliche Personal fordert Verdi eine Mindestbesetzung für die Schichten der einzelnen Bereiche. Wird diese unterschritten, sollen die Mitarbeitenden Belastungspunkte sammeln, die in Freizeit abgegolten werden können. Eine ähnliche Vereinbarung hatte es zuvor für das Frankfurter Uniklinikum gegeben.

Verdi hatte der Klinikleitung mitgeteilt, dass der Ausstand bis über Ostern fortgesetzt werden könnte, falls es nicht zu einer Einigung kommt, worauf die Klinikleitung mit Unverständnis reagiert hatte. «Zwei Wochen Streik am UKGM mit einer Patientenversorgung auf Wochenendniveau sind unverantwortlich», hieß es in einer Rundmail der Geschäftsleitung vom Vortag.

Die Verhandlungen betreffen die mehr als 7000 nicht-ärztlichen Beschäftigten des privatisierten Uniklinikums, das insgesamt rund 9600 Mitarbeiter hat. Das auf zwei Standorte verteilte Uniklinikum war 2006 zu 95 Prozent von der Rhön-Klinikum AG übernommen worden, die mittlerweile vom Klinikkonzern Asklepios aufgekauft wurde. Das Land Hessen hält die restlichen fünf Prozent.