Finanzen

Ringen um Entlastungen an Uniklinik Gießen und Marburg

Ein Hinweisschild mit der Aufschrift «Krankenhaus» weist den Weg zur Klinik. Foto: Marcus Brandt/dpa/Symbolbild
Ein Hinweisschild mit der Aufschrift «Krankenhaus» weist den Weg zur Klinik.

Gießen/Marburg (dpa/lhe) - Auch am Freitag ist das Ringen um einen Entlastungstarifvertrag für das Uniklinikum Gießen und Marburg (UKGM) weitergegangen. Verdi-Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm sprach von «ernsthaften Verhandlungen», die am späten Nachmittag noch andauerten. Parallel dazu gingen in Gießen mehr als 500 Menschen für die Forderungen nach Entlastungen, mehr Personal und Beschäftigungssicherung auf die Straße. In Marburg war am frühen Abend zudem eine Demonstration geplant, bei der Verdi mit rund 1000 Teilnehmern rechnete.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Seit Montag wird das privatisierte Uniklinikum bestreikt, nachdem es bei vorangegangenen Verhandlungen zu keiner Einigung gekommen und ein Ultimatum der Beschäftigten verstrichen war. Für das nicht-ärztliche Personal fordert Verdi eine Mindestbesetzung für die Schichten der einzelnen Bereiche. Wird diese unterschritten, sollen die Mitarbeitenden Belastungspunkte sammeln, die in Freizeit abgegolten werden können. Eine ähnliche Vereinbarung hatte es zuvor für das Frankfurter Uniklinikum gegeben.

Verdi hatte der Klinikleitung mitgeteilt, dass der Ausstand bis über Ostern fortgesetzt werden könnte, falls es nicht zu einer Einigung kommt, worauf die Klinikleitung mit Unverständnis reagiert hatte. «Zwei Wochen Streik am UKGM mit einer Patientenversorgung auf Wochenendniveau sind unverantwortlich», hieß es in einer Rundmail der Geschäftsleitung vom Vortag.

Die Verhandlungen betreffen die mehr als 7000 nicht-ärztlichen Beschäftigten des privatisierten Uniklinikums, das insgesamt rund 9600 Mitarbeiter hat. Das auf zwei Standorte verteilte Uniklinikum war 2006 zu 95 Prozent von der Rhön-Klinikum AG übernommen worden, die mittlerweile vom Klinikkonzern Asklepios aufgekauft wurde. Das Land Hessen hält die restlichen fünf Prozent.