Anschlagsjahrestag

Scholz: Menschenhass keinen Raum geben

Fünf Jahre nach dem rassistischen Anschlag in Hanau ruft der Bundeskanzler zum Gedenken auf. Und er verurteilt Menschenhass und Rassismus.

Kanzler Olaf Scholz (SPD) wird im Gedenken an die Opfer von Hanau deutlich. (Archivbild) Foto: Thibault Camus/AP/dpa
Kanzler Olaf Scholz (SPD) wird im Gedenken an die Opfer von Hanau deutlich. (Archivbild)

Berlin/Hanau (dpa) - Vor dem fünften Jahrestag des rassistischen Anschlags in Hanau hat Bundeskanzler Olaf Scholz Rassismus und Menschenhass verurteilt und zum Gedenken an die Opfer aufgerufen. «Die Opfer von Hanau hinterlassen eine schmerzhafte Lücke. Diese Lücke wird bleiben. Doch wir können an sie erinnern», sagte der SPD-Politiker in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. 

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«Wir können dem rassistischen Hass entgegentreten, der den Morden von Hanau zugrunde lag», erklärte er weiter. Es bedrücke ihn sehr, wenn Bürgerinnen und Bürger ihm schreiben oder im persönlichen Gespräch sagen würden, dass sie Angst haben, angefeindet zu werden oder unter Generalverdacht zu geraten, nur weil sie eine Migrationsgeschichte haben. «Unsere Antwort, fünf Jahre nach Hanau und an jedem Tag, muss doch lauten: Geben wir Menschenhass keinen Raum.»

Scholz erfreut über Demos gegen Rassismus

Deswegen freue es Scholz, «dass gerade so viele überall in Deutschland gegen Rassismus und gegen Spaltung auf die Straße gehen». Er sei sich sicher, dass sie «für die große Mehrheit von uns» stehen, für die es keine Rolle spiele, woher jemand komme oder woran jemand glaube.

Am 19. Februar 2020 hatte ein deutscher Täter in Hanau neun junge Menschen aus rassistischen Motiven erschossen. Danach tötete er seine Mutter und sich selbst.