Kohlefaserspezialist

Schwache Windindustrie belastet SGL Carbon

Windräder stehen zwischen den Inseln Rügen und Bornholm in der Ostsee. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
Windräder stehen zwischen den Inseln Rügen und Bornholm in der Ostsee.

Wiesbaden (dpa) - Die schwache Nachfrage aus der Windindustrie belastet den Kohlefaserspezialisten SGL Carbon. Zum 30. Juni sei eine Wertminderung auf die Vermögenswerte des Geschäftsbereichs Carbon Fibers zwischen 40 Millionen und 50 Millionen Euro vorgenommen worden, teilte das Unternehmen am Montag in Wiesbaden mit. Die Eigenkapitalquote des Konzerns verschlechterte sich vor dem Hintergrund der Abschreibung im Vergleich zum Jahresende 2022 von 38,5 auf circa 36 Prozent zum Halbjahresstichtag.

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In den anderen Geschäftsbereichen der Wiesbadener erfüllten sich der Mitteilung zufolge aber die Erwartungen zur Geschäftsentwicklung oder wurden übertroffen. Somit konnte der Nachfrageeinbruch im operativen Geschäft ausgeglichen werden. So legte der Umsatz im ersten Halbjahr von 549,8 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 560,5 Millionen Euro zu. Das bereinigte Ebitda (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) verharrte mit 88 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau. Das SGL-Management bestätigte deshalb seine Jahresprognose.