Seedammbad

Sicherungsverfahren nach Großbrand im Parkhaus startet

Elf Autos brennen aus, 25 weitere werden beschädigt: Das Landgericht prüft nun, ob der Verdächtige in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird. Verletzte gab es bei dem Feuer nicht.

Elf Autos verbrannten komplett. (Archivbild) Foto: Mike Seeboth/dpa
Elf Autos verbrannten komplett. (Archivbild)

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Knapp vier Monate nach dem Feuer in einem Parkhaus in Bad Homburg im Hochtaunuskreis mit einem Millionenschaden wirft die Staatsanwaltschaft dem mutmaßlichen Täter schwere Brandstiftung vor. Das Motiv des Mannes sei derzeit unbekannt, teilte die Anklagebehörde mit. Laut einem psychiatrischen Gutachten sei er zur Tatzeit schuldunfähig oder erheblich vermindert schuldfähig gewesen.

Über eine mögliche Unterbringung des 38-jährigen Obdachlosen in einer psychiatrischen Klinik soll das Frankfurter Landgericht in einem sogenannten Sicherungsverfahren entscheiden.

Laut der Antragsschrift der Staatsanwaltschaft soll der Mann am Nachmittag eines Donnerstags im April zwei im Parkhaus Seedammbad abgestellte Fahrzeuge angezündet und damit einen Großbrand ausgelöst haben. Elf Fahrzeuge brannten vollständig aus, weitere 25 wurden beschädigt. Insgesamt entstand ein Schaden von etwa 3,1 Millionen Euro. Davon entfielen 2,3 Millionen Euro auf das Parkhaus. Der Schaden an den Fahrzeugen wird der Anklagebehörde zufolge auf 800.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde bei dem Feuer niemand.

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Weitere Brandstiftungen

Zudem soll der 38-Jährige zwischen einem Dienstag und einem Mittwoch im April weitere Fahrzeuge in Bad Homburg angezündet haben. Diese seien jeweils nahezu vollständig ausgebrannt. An einem Donnerstag im April wurde er in einer Einrichtung für Wohnsitzlose in Bad Homburg festgenommen.

Das Landgericht muss nun über die Eröffnung des Verfahrens entscheiden.