Situation in Hessens Tierheimen nach Sommerferien angespannt
Die Lage in den hessischen Tierheimen spitzt sich weiter zu. Tierschützer fordern mehr Kastrationen und eine bessere Kennzeichnung von Katzen.
Groß-Zimmern (dpa/lhe) - Die Tierheime und Tierschutzvereine in Hessen sind nach eigenen Angaben derzeit stark ausgelastet. Wie eine Sprecherin vom Landestierschutzverband Hessen mitteilte, ist die Situation besonders auf den Katzenstationen sehr angespannt.
Viele Fundtiere kämen in schlechtem gesundheitlichem Zustand und mit hohem Versorgungsbedarf in die Einrichtungen. Mehrere Vereine hätten deshalb zeitweise Aufnahmestopps verhängt.
Auch bei Hunden seien freie Plätze knapp, insbesondere für Tiere mit besonderen Anforderungen oder Verhaltensauffälligkeiten. Neben fehlenden räumlichen Kapazitäten seien der Fachkräftemangel und die angespannte finanzielle Situation zentrale Probleme der Einrichtungen.
Mehr Kastrationen für Katzen und Hundeführerschein gefordert
Mit Beginn der Sommerferien, die in Hessen am 7. August geendet hatten, verschärfe sich die Lage erfahrungsgemäß. Vor allem Katzen und Kleintiere würden immer wieder ausgesetzt und als Fundtiere aufgenommen. Bei Hunden erschwere zudem häufig eine fehlende Kennzeichnung die Rückführung zu den Haltern. Die Einrichtungen sind nach den Ferien daher häufig noch voller.
Die Belastung bei Katzen halte vielfach bis in den Herbst an. Als einen wesentlichen Grund führen die Tierschutzvereine die weiterhin hohe Zahl unkastrierter Katzen an. Sie fordern deshalb unter anderem mehr Kastrationen sowie die Kennzeichnung und Registrierung von Katzen. Zudem setzen sie sich für einen Hundeführerschein ein, um speziell Ersthalter besser auf die Haltung vorzubereiten.