Plastikmüll im Zoo

So will die Wilhelma Krokodile vor Plastikmüll schützen

Ein Zoobesucher filmt, wie das Krokodil «Tong» unter anderem Babyschnuller ausspuckt - jetzt reagiert der Zoo. Was steckt hinter dem Vorfall und der Kritik von Tierschützern?

Das Netz am Krokodilgehege soll enger werden. Foto: Bernd Weißbrod/dpa
Das Netz am Krokodilgehege soll enger werden.

Stuttgart (dpa/lsw) - Damit keine Schnuller, Flaschendeckel oder andere Plastik-Gegenstände mehr ins Krokodil-Gehege fallen, will die Stuttgarter Wilhelma ein feinmaschiges Netz spannen. Dieses soll laut einem Sprecher im unteren Bereich jener Absperrung gespannt werden, die am Geländer über den Bassins angebracht ist. Zuvor hatte der SWR darüber berichtet.

Hintergrund ist ein Video eines Zoobesuchers, welches das weibliche Leistenkrokodil «Tong» beim Herauswürgen mehrerer Plastikgegenstände zeigt. Die Wilhelma hatte den Vorfall am Montag bestätigt, über den zunächst die «Stuttgarter Nachrichten» und die «Stuttgarter Zeitung» berichtet hatten. Krokodile würgten Unverdauliches aus, erläuterte der Sprecher. Daher sei es ein gutes Zeichen, dass das Tier den Müll wieder losgeworden sei. 

Dennoch wollte der Zoo Maßnahmen prüfen. Die Entscheidung für das feinere Netz sei am Morgen getroffen worden, sagte der Sprecher nun. Wann es angebracht wird, war zunächst unklar. Ähnliche Maßnahmen an Gehegen anderer Tiere werde es nicht geben. Die Anlagen würden regelmäßig auf Risiken hin überprüft, sagte der Sprecher. Die Tierrechtsorganisation Peta hatte der Wilhelma unzureichende Sicherheitsvorkehrungen vorgeworfen.

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