Starkes Quartal: Fresenius wird optimistischer für Gewinn
Fresenius profitiert vom Geschäft mit Nachahmer-Arzneien, auch das Klinikgeschäft legt zu. Nun sieht der Konzern beim Gewinn für 2026 mehr Spielraum.
Bad Homburg (dpa) - Der Krankenhausbetreiber und Pharmahersteller Fresenius wird nach einem starken Quartal optimistischer für seine Geschäfte. Insbesondere der anhaltend gute Lauf bei biotechnologisch hergestellten Nachahmer-Medikamenten (Biosimilars) gibt dem Dax-Unternehmen Schwung. Aber auch das Klinikgeschäft konnte in dem Jahresviertel klar zulegen, wie Fresenius mitteilte.
Im dritten Quartal erwirtschaftete der Konzern mit 5,8 Milliarden Euro 6 Prozent mehr Umsatz als ein Jahr zuvor. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) zog nominal um 11 Prozent auf 638 Millionen Euro an, das bereinigte Konzernergebnis wuchs um 15 Prozent auf 403 Millionen Euro.
Auch Helios-Kliniken legen zu
Fresenius profitiert von der Nachfrage nach Biosimilars, Nachahmer-Medikamente von Arzneien, deren Patentschutz abgelaufen ist. Auch die Kliniktochter Helios in Deutschland und Spanien steigerte Umsatz und Marge deutlich. Da Gesundheitssysteme weltweit unter finanziellem Druck stehen, spielen günstige Nachahmer-Mittel eine wichtige Rolle für die Versorgung.
Schon 2025 war der Umsatz mit Biosimilars stark um 43 Prozent auf 871 Millionen Euro gestiegen, Fresenius erwartet weitere Zuwächse. Erst zuletzt hatte der Konzern verkündet, dass er das Geschäft mit Nachahmer-Arzneien über einer Partnerschaft mit dem chinesischen Auftragsfertiger WuXi Biologics ausbaut und seine Biopharma-Tochter mAbxience komplett übernimmt.
Fresenius-Chef Michael Sen ist nun optimistisch, dass 2026 der um Sondereffekte bereinigte Kern-Gewinn je Aktie währungsbereinigt in der oberen Hälfte der Zielspanne von 10 bis 15 Prozent steigen wird. Erst im Sommer hatte der Manager die Gewinnprognose angehoben.
Im dritten Quartal war diese Kennziffer, aus der unter anderem der Beitrag der Beteiligung am Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) herausgerechnet ist, im Vergleich zum Vorjahr um 10 Cent auf 0,72 Euro gewachsen.