Umgang mit Steuergeld

Steuerzahlerbund kritisiert Kunstinstallation und Löwenlogo

Die Kunstinstallation an der Konstablerwache in Frankfurt und die Modernisierung des Hessen-Löwen sind diesjährige Einträge im Schwarzbuch. Warum der Steuerzahlerbund darin unnötige Ausgaben sieht.

Der Steuerzahlerbund will mit seinem Schwarzbuch auf Fälle von Steuerverschwendung hinweisen. (Symbolbild) Foto: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa
Der Steuerzahlerbund will mit seinem Schwarzbuch auf Fälle von Steuerverschwendung hinweisen. (Symbolbild)

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die umstrittene Kunstinstallation «A sky full of hope» in Frankfurt und der neue Außenauftritt der Landesregierung sind im aktuellen Schwarzbuch des Steuerzahlerbunds aufgelistet. Unter dem Motto «Die öffentliche Verschwendung» sammelt der Verband darin nach eigenen Angaben Beispiele für einen aus seiner Sicht nicht sparsamen Umgang mit Steuergeld.

Die Netzskulptur «A Sky Full of Hope - Earthtime 1.78» für 2,3 Millionen Euro hängt seit August 2026 für drei Jahre über der Konstablerwache in Frankfurt. Der Steuerzahlerbund hält die Kosten für eine zeitlich begrenzte Installation für zu hoch und bezweifelt, dass sie den Platz dauerhaft aufwertet. Die Stadt hatte sich bereits in der Vergangenheit zu Kritik geäußert und erklärt, die Auswahl der Künstlerin und des Kunstwerks sei rechtmäßig erfolgt.

Überarbeitetes Löwenlogo

Ihr neues Erscheinungsbild stellte die Landesregierung zum 80-jährigen Bestehen Hessens vor. Dazu gehören ein überarbeiteter Hessen-Löwe, eine Modenschau und eine Modekollektion. «Der teure, aufwendig inszenierte neue Außenauftritt war unnötig - auch wegen des geringen Mehrwerts für die Bürger», kritisierte der Steuerzahlerbund.

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Staatskanzleichef Benedikt Kuhn (CDU) hatte in einer früheren Stellungnahme die Kosten wegen der 22-jährigen Nutzungsdauer des alten Designs für vertretbar gehalten: «Ein Land, der Staat, braucht ein einheitliches Erscheinungsbild gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern.»