Schäden nach Winter

Straßen regelrecht aufgesprengt - Kampf gegen Schlaglöcher

Nach dem Winter sind die Reparaturkolonnen unterwegs. Der Aufwand, um die Straßen instand zu setzen, ist stellenweise deutlich höher als in den Vorjahren.

Anhaltender Frost und Feuchtigkeit haben dem Straßenbelag teils massiv zugesetzt. Foto: Boris Roessler/dpa
Anhaltender Frost und Feuchtigkeit haben dem Straßenbelag teils massiv zugesetzt.

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Eis und Schnee im Winter, zwischendurch Regen, dann plötzlich Frühling: Die Witterung hat den Straßen in Hessen zugesetzt. Tausende Schlaglöcher sind entstanden. Einige Kommunen stellen sich auf hohe Kosten ein.

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Mit mehr als 5.000 Schlaglöchern rechnet die Landeshauptstadt Wiesbaden - das sind deutlich mehr als normalerweise: Der Schnitt der Vorjahre lag bei rund 3.000 Schlaglöchern, wie eine Stadtsprecherin mitteilt. 

Problematisch seien Frost‑Tau‑Wechsel, sagt die Sprecherin. Sie wirkten wie ein Sprengmechanismus im Asphalt – Wasser dringt ein, gefriert nachts, dehnt sich aus und reißt die Fahrbahndecke weiter auf. Die vorgesehenen Mittel zur Reparatur reichten dieses Jahr nicht aus. Allein, um akute Gefahrenstellen zu entschärfen, seien rund 230.000 Euro ausgegeben worden. 

Fast ein Drittel mehr Meldungen in Frankfurt

Etwa 30 Prozent mehr Meldungen zu Straßenschäden sind in Frankfurt eingegangen, wie die Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung, Michaela Kraft, mitteilt. Zusätzliche Reparatur-Kolonnen seien unterwegs.

Priorität hätten Gefahrenstellen mit unmittelbarem Sicherheitsrisiko, für sie gelte eine Frist von fünf Tagen zur Reparatur. Zu den Kosten könne man noch keine Aussage treffen. Dass es im Vergleich zum vorangegangenen Winter mehr sein werde, stehe aber außer Frage. 

Auch in Kassel gibt es mehr Schlaglöcher, wie ein Sprecher der Stadt mitteilt. Die Straßen würden laufend kontrolliert und notwendige Reparaturen umgehend erledigt. Statt einer seien zwei Kolonnen dafür unterwegs.

Reparatur bis in das späte Frühjahr

Verstärkte Schäden meldet auch Darmstadt, die Reparatur werde bis in das späte Frühjahr dauern, teilt ein Stadtsprecher mit. Höchste Priorität haben wie auch in den anderen Städten die Hauptverkehrsstraßen. 

In Fulda ein anderes Bild: «Die gemeldeten jahreszeitbedingten Schäden sind moderat und im Rahmen der Vorjahre», heißt es von dort.

Mehr Schäden registriert die Straßenbehörde Hessenmobil. Mindestens einmal pro Woche würden die Landesstraßen abgefahren und Schadstellen repariert, sobald es die Witterung zulasse. Denn der Untergrund muss dauerhaft frostfrei sein, damit der Reparaturasphalt aushärtet und haftet, wie eine Sprecherin erklärt.