Fußball-Bundesliga

Tabakovic im Dilemma: Gladbach kann Hoffenheim ärgern

Für die Borussia geht es um nichts mehr – für Gegner Hoffenheim hingegen um die Champions League. Ausgerechnet Gladbachs Leihstürmer Tabakovic könnte seinen Hoffenheimern diesen Traum zerstören.

Vorerst letztes Spiel für Gladbach im Rahmen der Leihe: Haris Tabakovic (Archivbild). Foto: David Inderlied/dpa
Vorerst letztes Spiel für Gladbach im Rahmen der Leihe: Haris Tabakovic (Archivbild).

Mönchengladbach (dpa) - Haris Tabakovic steckt im Dilemma. Einerseits will der Mittelstürmer am Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit Borussia Mönchengladbach eine schwache Bundesliga-Saison erfolgreich beenden und sich ordentlich vom Club am Niederrhein verabschieden. Andererseits ist er ausgerechnet vom Gegner TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehen und kehrt nach der Saison zunächst auch wieder dorthin zurück. Und während es im letzten Saisonspiel für Gladbach um nichts mehr geht, kann sich Hoffenheim noch für die Champions League qualifizieren.

Auch Gladbachs Trainer Eugen Polanski hat eine Hoffenheimer Vergangenheit. Er hat für die TSG zwischen 2013 und 2018 als Fußballprofi 137 Pflichtspiele absolviert. Seit September ist der 40-Jährige nun erstmals Bundesligatrainer in Gladbach. In der Pressekonferenz vor dem Hoffenheim-Spiel zeigte er sich zwiegespalten, was die Saison angeht. «Ich bin mit dem Ziel Klassenerhalt angetreten, und das haben wir zwei Spieltage vor dem Saisonfinale geschafft.» Polanski gestand angesichts einer zähen Rückrunde aber auch: «Man malt sich in der Theorie schon noch ein bisschen schneller eine Entwicklung aus.»

Sechs Spieler werden verabschiedet - erst mal

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In Gladbach wird es nach der Saison eine personelle Zäsur geben. Viele Spieler werden vor dem Anpfiff der Partie gegen Hoffenheim verabschiedet. «Rocco Reitz ist leider krank, kann nicht spielen und geht anschließend nach Leipzig, Haris Tabakovic geht erst mal zurück zu Hoffenheim, bei Marvin Friedrich läuft der Vertrag aus, Yannik Engelhardt geht erst mal zurück zu Como, Kota Takai geht erst mal zurück zu Tottenham und Alejo Sarco geht zurück zu Leverkusen», zählte Sportchef Rouven Schröder auf.

Dass Schröder so oft «erst mal» sagte, ist ein Indiz dafür, dass der eine oder andere Leihspieler vielleicht in Gladbach bleibt. «Wer zurückkommt, kriegt dann eben wieder einen Strauß», sagte Schröder. Auf einem guten Weg sei man mit Linksverteidiger David Herold vom Zweitligisten Karlsruher SC. Für den bei Bayern München ausgebildeten 23-Jährigen steht der Medizincheck noch aus.