Höfe im Trockenstress

Trockenheit: Auf hessischen Höfen wird Futter knapp

Die Sommerhitze und fehlende Niederschläge setzen Hessens Viehhaltern zu. Wie eine Futterbörse Landwirte unterstützen soll.

Hohe Temperaturen und geringe Niederschläge führen in zahlreichen Regionen Hessens zu einem deutlich verminderten Aufwuchs von Grünland. (Archivbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa
Hohe Temperaturen und geringe Niederschläge führen in zahlreichen Regionen Hessens zu einem deutlich verminderten Aufwuchs von Grünland. (Archivbild)

Friedrichsdorf (dpa/lhe) - Die anhaltende Trockenheit verschärft auf hessischen Höfen mit Tierhaltung die Futterknappheit. Um Betriebe bei möglichen Engpässen zu unterstützen, hat der hessische Bauernverband eine Futterbörse eingerichtet. «Ziel ist es, Tierhalter, die kurzfristig Futter oder zusätzliche Weideflächen benötigen, mit Betrieben zu vernetzen, die entsprechende Flächen oder Futtermittel anbieten können», teilte der Verband mit. 

«Positiv ist, dass sich bislang mehr Betriebe gemeldet haben, die Futter zur Verfügung stellen können, als Betriebe, die Futter suchen», ergänzte eine Verbandssprecherin. «Dennoch bleibt die Situation vieler Tierhalter angespannt.» Zwar habe es in den vergangenen Tagen vereinzelt geregnet, vielerorts reichen die Niederschläge jedoch nicht aus. «Zahlreiche Weiden sind weiterhin ausgetrocknet und liefern nicht genügend Nahrung für die Versorgung der Tiere», erläuterte sie.

Weiden trocknen aus, die Futtergrundlage für die Tiere wird knapp

Die anhaltend hohen Temperaturen und die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen führen in zahlreichen Regionen Hessens dazu, dass die Wiesen nicht nachwachsen. «Nach unserer Einschätzung sind vor allem Schaf-, Rinder- und Pferdehalter betroffen, da diese Betriebe in besonderem Maße auf Grundfutter wie Gras, Heu und Mais angewiesen sind», erläuterte die Verbandssprecherin. Gerade Grünland reagiere unmittelbar auf Trockenheit und trockne aus.

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Herausforderungen durch Wetterextreme werden größer 

Betroffene Höfe sollten prüfen, ob sie nicht doch Flächen für die Futtergewinnung nutzen können, die ursprünglich aus der Produktion genommen wurden. Dies könne den Behörden bis Ende September gemeldet werden, erläuterte der Bauernverband. «Die aktuelle Situation verdeutlicht erneut die zunehmenden Herausforderungen», hieß es. «Trockenperioden, aber auch Starkregenereignisse und andere Witterungsextreme erschweren die Planungssicherheit vieler landwirtschaftlicher Betriebe.» Wichtig seien daher praxisgerechte behördliche Regelungen und eine verlässliche Unterstützung.