Rauschgiftfahndung

Unter Zitronen versteckt: Knapp eine Tonne Drogen gefunden

In einem Karton, unter Zitronen versteckt, befinden sich Päckchen mit Drogen. Foto: Landeskriminalamt Hessen/dpa
In einem Karton, unter Zitronen versteckt, befinden sich Päckchen mit Drogen.

Wiesbaden/Bischofsheim (dpa/lhe) - Hessische Ermittler haben bei einem Schlag gegen den Rauschgifthandel insgesamt knapp eine Tonne Haschisch und Marihuana beschlagnahmt. Fünf mutmaßliche Drogendealer seien festgenommen worden, teilten die Staatsanwaltschaft Wiesbaden, das Hessische Landeskriminalamt und das Zollfahndungsamt Frankfurt am Main am Montag mit. Den beiden Einsätzen seien umfangreiche Ermittlungen vorausgegangen.

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Zunächst seien Ende Juni in einer Firma in Wiesbaden 100 Kilogramm Marihuana und eine größere Menge Bargeld gefunden worden. Zwei mutmaßliche Drogendealer im Alter von 49 und 57 Jahren wurden festgenommen und kamen in Untersuchungshaft. Eine 25 Jahre alte Tatverdächtige wurde gegen Auflagen später wieder auf freien Fuß gesetzt. Auf die Spur gekommen waren die Ermittlern den Verdächtigen über ein Paket mit 30 Kilo Marihuana, das an die Firma in Wiesbaden adressiert und in Stuttgart entdeckt worden war.

Vergangene Woche gelang den Fahndern dann ein noch größerer Fund. In einer Lagerhalle in Bischofsheim im Kreis Groß-Gerau stellten sie rund 320 Kilogramm Haschisch und 540 Kilogramm Marihuana sicher. Ein Großteil der Ladung sei in Obstkisten mit Zitronen versteckt gewesen. Die Beamten hätten zudem ein Blaulicht sowie die Kutte eines Motorrad- und Rockerclubs entdeckt. Beschlagnahmt wurde außerdem ein hochwertiges Auto des Firmeninhabers.

Drei mutmaßliche Drogendealer im Alter von 27 bis 59 Jahren wurden bei dem Einsatz in Bischofsheim festgenommen und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft. Die Ermittler entdeckten in der Wohnung eines weiteren Tatverdächtigen gefälschte Ausweise und Führerscheine. Der 28-Jährige blieb auf freiem Fuß. Laut einer Sprecherin des Landeskriminalamtes handelt es sich bei den fünf Inhaftierten um eine Tätergruppierung. Zum Abtransport der Drogen benötigten die Ermittler nach eigenen Angaben mehrere Fahrzeuge.