Verlieren verboten: Heidenheim kämpft um letzte Chance
Heidenheim steht vor einem entscheidenden Duell um den Klassenerhalt. Trainer Schmidt setzt gegen den FC St. Pauli auf Leichtigkeit, auch wenn der Druck spürbar ist.
Heidenheim (dpa) - Für Trainer Frank Schmidt vom akut abstiegsgefährdeten 1. FC Heidenheim geht es im möglicherweise entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt vor allem darum, den Druck von seiner Mannschaft fernzuhalten. «Jeder kennt die Tabelle. Trotzdem versuchen wir das mit Leichtigkeit auszublenden», sagte der Coach vor dem Bundesliga-Duell mit dem FC St. Pauli am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Beim öffentlichen Training habe sein Team nicht verkrampft gewirkt. «Es ist aber normal, dass es diese Situationen gibt, in denen man Ballast spürt.»
Verliert der FCH als Tabellenletzter gegen die Hamburger, ist der Abstieg besiegelt. «Wir hätten uns ein Endspiel gewünscht, in dem es darum geht, etwas zu erreichen. Jetzt müssen wir etwas verhindern», sagte Schmidt. Er sehe darin Risiko und Chance zugleich.
Vier Spieltage vor dem Ende beträgt Heidenheims Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz sieben Zähler. «Wir nehmen die Situation an», sagte Schmidt. Zudem appellierte er an seine Schützlinge: «Bis zum Abpfiff der Saison sollte sich jeder Spieler in den Dienst der Mannschaft und des Vereins stellen. Es darf keine Abstriche geben.»
Offensivduo angeschlagen
Die personelle Lage bleibt angespannt. Neben mehreren verletzten Spielern sind auch die beiden Offensivakteure Mathias Honsak und Eren Dinkci angeschlagen.
Abseits des Platzes steht eine Registrierungsaktion der DKMS im Fokus. Hintergrund ist die Krebsdiagnose bei der Freundin von Dinkci. «Da kann man mit relativ wenig Begleiterscheinungen Leben retten», sagte Schmidt. «Es wäre schön, wenn sich viele Fans Zeit nehmen und die Typisierungsaktion unterstützen.»